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Köllertaler Mai-Wonne mit Sonne und Wärme

Köllertaler Mai-Wonne mit Sonne und Wärme

Nachdem am Dienstag Tief Waltraud dem Frühling einen Dämpfer verpasst hatte, läuft jetzt der Frühling rechtzeitig zum langen Wochenende zu Höchstform auf: Hoch Peter gibt sich seit Mittwoch die Ehre und beschert uns am Wochenende Sonnenschein von früh bis spät bei fast schon frühsommerlicher Wärme von über 20 Grad. Wir dürfen uns auf die bislang stabilste Schönwetterphase im ansonsten recht launischen Frühjahr freuen. Diese so genannte Omegawetterlage (die Luftdruckverteilung über Europa gleicht auf den Wetterkarten dem griechischen Buchstaben Omega) erweist sich immer als stabil, denn die von Mittel- bis Nordeuropa reichende Hochdruckzone wird an ihrer West- und Ostseite jeweils von Tiefs flankiert.

Allerdings sickert zu Beginn der neuen Woche allmählich feuchtere Luft aus Südwesten ein, und die Tiefdruckrinne über Westeuropa greift zunehmend in unser Wetter ein. Somit wird es zur Wochenmitte wechselhafter und gewittrig.

Heute herrscht strahlender Sonnenschein mit einigen Schönwetterwolken als Verzierung am blauen Himmel. Bei einem böig auflebenden Ostwind werden Höchstwerte um 21 Grad erreicht. Hoch Peter verlagert seinen Schwerpunkt am Wochenende zur Ostsee und danach weiter ins Baltikum. Dadurch geraten wir an seine Westflanke, und an dieser Flanke stellt sich durch die von der Biskaya bis nach Spanien reichenden Tiefdruckzone eine südliche Strömung ein, wodurch es noch etwas wärmer wird.

Am Samstag und Sonntag ist es sonnig mit harmlosen Quellwolken , und das Thermometer klettert auf frühsommerliche 23 bis 25 Grad.

Der Montag zeigt sich teils heiter, teils bewölkt und bleibt noch trocken bei um die 23 Grad. Die Tiefdruckrinne über Südwesteuropa greift jedoch ab Dienstag auf Deutschland über. Somit wird es am Dienstag und Mittwoch wolkiger, und es muss in der feucht-warmen, labilen Luftmasse mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Auch an den Folgetagen dominiert wechselhafte Witterung mit einer Mischung aus Aufheiterungen, Quellwolken und gewittrigen Regenfällen. Zunächst liegen die Temperaturen um 20 Grad, sie gehen aber in der zweiten Wochehälfte bis Pfingsten auf 18 bis 15 Grad zurück.

Der launische April war im Köllertal, bei einem Mittelwert von 7,7 Grad, um 1,2 Grad "zu kühl" und wurde zum kältesten April seit 2008 - gleichzeitig war das Saarland das kälteste Bundesland. Auffällig war, wie schon im März, auch im April, der große Sonnenschein-Mangel, denn mit nur 104 Sonnenstunden wurde mit 40 Prozent ein beachtliches Defizit erreicht.