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Skulptur zum Thema Wasser
Kunst in Köllerbacher Vorgarten

Guido Maurer (links) und Franz Steiner mit ihrer Skulptur, die in der Sommerbergstraße in Köllerbach zu bewundern ist.
Guido Maurer (links) und Franz Steiner mit ihrer Skulptur, die in der Sommerbergstraße in Köllerbach zu bewundern ist. FOTO: Andreas Engel /
Köllerbach. Guido Maurer und Franz Steiner errichteten eine Skulptur am Rande der Sommerbergstraße. Von Andreas Engel

Ein Vorgarten als Ausstellungsfläche für ein Kunstwerk? Genau dies machte der Köllerbacher Guido Maurer. Der Ingenieur der Verfahrenstechnik und sein früherer Arbeitskollege Franz Steiner errichteten eine nicht zu übersehende Skulptur am Rande der Sommerbergstraße in Köllerbach. Das Thema Wasser beschäftigte die beiden Techniker. „Wasser ist elementar wichtig für alles Leben“, erläutert Steiner, der federführend bei dem Projekt war.


Steiner befasst sich schon länger mit künstlerischer Arbeit, so stehen zum Beispiel im Garten der Sinne in Merzig Werke des 65 Jahre alten, gelernten Mess- und Regeltechnikers. An der Stelle der jetzigen Skulptur befand sich ein in die Jahre gekommener Brunnen, „den wollte ich nicht mehr im Vorgarten haben“, sagte Maurer am Samstag vor den Gästen bei der Einweihung des Werkes, das den „Weg des Wassers“, so auch der Titel, nachzeichnet. Das Wasser komme von oben auf die Erde, sickere in den Boden ein und trete durch Brunnen oder Quellen wieder zum Vorschein, erläuterte Steiner. Knapp ein halbes Jahr waren Steiner und Maurer mit dem „Weg des Wassers“ beschäftigt. Die Skulptur ist aus Beton geformt, getragen durch ein Drahtgeflecht. Eigentlich sollte die Arbeit in Metall gegossen werden, das sei aber zu teuer gewesen. So ist eben Beton zum Einsatz gekommen.

Die Oberfläche wurde mit einem speziellen Verfahren behandelt, Spritzmetallisieren genannt. Auf die Oberfläche der Werkstücke oder in diesem Fall des Kunstwerkes werden Metallpartikel als Pulver mit einer Spritzpistole aufgetragen. Es entstehen Metallen sehr ähnliche Strukturen. Nun steht der „Weg des Wassers“ im Vorgarten von Guido Maurer, und für den vorbeifahrenden Verkehr in der Sommerbergstraße ist das Werk zu einer Art Wegmarke geworden, die Leute bleiben stehen und reden über Kunst. Jeder sei eingeladen, sich seine Gedanken zu machen, meinte Steiner, denn in der Kunst könne und solle man nicht alles erklären.