1:2-Niederlage gegen SC Friedrichsthal: Köllerbach spielt wohl nicht wieder ganz oben mit

1:2-Niederlage gegen SC Friedrichsthal : Köllerbach spielt wohl nicht wieder ganz oben mit

Der Fußball-Saarlandligist verliert zuhause gegen den SC Friedrichsthal mit 1:2 und rutscht auf Tabellenplatz neun ab.

Lange dominierten in der Partie in der Fußball-Saarlandliga zwischen den Sportfreunden Köllerbach und dem SC Friedrichsthal zwei starke Defensivreihen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften dann einen offenen Schlagabtausch. Das bessere Ende hatten nach einer packenden Schlussphase die Friedrichsthaler. Der SC gewann mit 2:1 (0:0) und feierte seinen ersten Auswärtssieg der Saison.

„Wir haben in dieser Saison schon mehrfach Spiele in den Schlussminuten noch aus der Hand gegeben. Heute haben wir uns endlich belohnt“, sagte Torwart Matthias Kuhn. Er spielte zwischen 2014 und 2016 für die Sportfreunde Köllerbach. Deren Spielertrainer Robin Vogtland erklärte: „In dieser Saison prasselt viel auf die Mannschaft ein, gerade was Verletzungen angeht. Es ist kein Beinbruch, dass wir diesmal wahrscheinlich nicht wieder ganz oben mitspielen werden.“  Im Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Friedrichsthal fehlten den Sportfreunden mit Valentin Solovej, Basel Mohammad und Vogtland selbst drei Stammspieler.

In der Anfangsphase sahen die 138 Zuschauer eine von Taktik geprägte Partie. Der SC Friedrichsthal hatte mehr Ballbesitz und verzeichnete einige Fernschüsse – aber keine klare Torchance. Ausnahme: In der 15. Minute spielte Dominik Boos den Ball zu Angelo dal Col. Aber dem Flügelspieler rutschte das Leder über den Spann und es  flog ans Außennetz. Danach machten beide Mannschaften geschickt die Räume eng und neutralisierten sich im Mittelfeld.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie wieder Fahrt auf. Eine Flanke von Friedrichsthals Sascha Lang köpfte Köllerbachs Yacine Hedjilen vor die Füße von SC-Spieler Max Kassel. Dessen Schuss aus 16 Metern war aber zu unplatziert (43. Minute). Auf der Gegenseite hatte Köllerbach eine Minute später eine große Möglichkeit. Nach einer Flanke von Meriton Mehmeti stand Roni Ciftci acht Meter vor dem Tor frei – köpfte aber rechts vorbei.

In der zweiten Halbzeit agierten beide Mannschaften offensiver. Bösel lief in der 53. Minute allein auf das Köllerbacher Tor zu, schoss aber links vorbei. Auf der Gegenseite kam  Nils Borgard nach einem Freistoß am zweiten Pfosten einen Schritt zu spät (54.). Kurz darauf konnte Davit Bakhtadze aus einem Fehlpass von SC-Kapitän Yannick Momper kein Kapital schlagen (55.). Als Köllerbach wegen einer Behandlungspause von Samir Louadj kurz in Unterzahl spielte, schlugen die Gäste zu. Sascha Fess wurde halbrechts vor dem Tor nicht richtig angegriffen. Der SC-Stürmer schoss den Ball aus 16 Metern mit der Picke platziert in die linke Ecke (57.) - das 1:0 für den SC Friedrichsthal.

Drei Minuten später konnte Kuhn  einen Freistoß von Hedjilen nicht festhalten, aber kein Köllerbacher war zur Stelle (60.). Stattdessen erhöhte Friedrichsthal mit einem kuriosen Treffer auf 2:0. Köllerbachs Torwart Sascha Segarra-Gil rief Jerry Laloe zu, er solle den Ball wegschlagen. Der Innenverteidiger verstand, er solle wegbleiben - und ließ das Leder passieren. Dal Col nutzte das Missverständnis und traf zum 2:0 (62.). Köllerbach antwortete mit wütenden Angriffen. Aber Kuhn hielt stark gegen Louadj (64.). Und Ciftci brachte frei im Strafraum nur einen schwachen Abschluss zustande (75.).

Drei Minuten später waren die Sportfreunde wieder im Spiel. Louadj umkurvte drei Friedrichsthaler und überwand Kuhn aus zwölf Metern. In der hektischen Schlussphase machte Köllerbach enormen Druck. Die Gäste waren ihrerseits bei Kontern gefährlich. Ein Tor fiel aber nicht mehr.

„Beide Mannschaften haben das taktisch gut gemacht. Es ist natürlich bitter, dass das erste Gegentor in Unterzahl fällt und das zweite nach einem Missverständnis“, sagte Louadj, der mit dem Tabellenneunten Köllerbach am Samstag um 14.30 Uhr beim Tabellen-13. SV Mettlach spielt. Kuhn meinte: „Wir waren ein bisschen überrascht, dass Köllerbach im eigenen Haus eher defensiv gespielt hat. Am Ende hatten wir ein paar Probleme, da sind einige unserer Jungs noch zu grün hinter den Ohren. Über 90 Minuten geht unser Sieg aber in Ordnung.“