Klosterladen bei schönem Fest in Püttlingen eröffnet

Gelungenes Klosterfest : Kochen und Backen mit dem Segen von oben

Beim exzellent besuchten Klosterfest in Püttlingen wurde auch der neue Klosterladen eröffnet.

Eine bessere Gelegenheit als vergangenen Sonntag, ihren neuen Klosterladen der Öffentlichkeit vorzustellen, hätten sich die im Püttlinger Kloster Heilig Kreuz ansässigen Nazareth-Schwestern und deren Unterstützer nicht wünschen können. Denn im Rahmen des zweitägigen Klosterfestes platzten die beschaulichen Gemäuer und der idyllisch gelegene Innenhof vor lauter Besuchern fast aus allen Nähten. Eröffnet wurde das Fest am Samstagabend mit dem Benefizkonzert des Akkordeonorchesters Püttlingen in der Klosterkirche zu Gunsten der Kardinal-Maurer-Stiftung. Zum eigentlichen Festgeschehen strömten am Sonntag Gäste von nah und fern. Der Bergmanns- und Unterstützungsverein Köllerbach begleitete den kleinen, feierlichen Zug zum Fest der Kreuzerhöhung mit der Kreuzreliquie von der Kapelle zum Hochamt in der Klosterkirche, das vom Kirchenchor St. Sebastian unter Leitung von Claus Bär musikalisch gestaltet wurde. Zudem wurde im Gottesdienst auch Pfarrer Hainz Haser als neuer Rector Ecclesiae des Klosters vorgestellt (Bericht unten).

Im neuen Klosterladen, der nach dem Gottesdienst eröffnet wurde, findet man zum einen die bekannten Produkten aus der Klostermanufaktur: Schmuck aus Glasperlen und Halbedelsteinen sowie religiösen Holzkunstwerken. Daneben stachen aber vor allem die Vielzahl fair gehandelter Waren aus Indien hervor. Und als kleine Besonderheit gibt es auch als handgetöpferte Unikate den nachempfundenen „Klosterengel“, der von Gyórgy Lehoczky, dem Architekten des Klosters, entworfen worden war.

Die Besucher informierten sich über die bio-zertifizierten Gewürze wie Muskat, Pfeffer, Zimt, Chili oder Kurkuma und wollten alles über die Zubereitung der Teesorten wissen, die aus dem indischen Bundesstaat Kerala stammen. Ermöglicht wurde das spezielle Gewürz- und Tee-Sortiment durch den Konvent der Nazareth-Schwestern unter Leitung von Oberin Jaseentha, die das Kloster seit 2010 mit Leben und auch mit guten Vermarktungsideen füllen. Dank ihrer Kontakte zu ihrer Heimatgemeinde im südindischen Kerala kommen Produkte von Kleinbauern und biologisch arbeitenden Kooperativen nun verstärkt nach Püttlingen.

„Der indische Pfeffer mit ganzen Körnern soll ja besonders gut zu Wild schmecken, habe ich mir sagen lassen“, schildert Margret Steimer, die mit ihrem Mann Albert Steimer zu den Kunden im Klosterladen gehörte, wo das Püttlinger Ehepaar ausführlich von Dr. Dorothee Bernsdorf vom Klosterladen beraten wurden. Deren Kollegin Sabine Traut freute sich, dass auch Krokant, Klosterliköre und die Postkarten des Püttlinger Künstlers und Fotografen Olaf Reeck über die Theke gingen. Naschen durften die Besucher auch, was Christoph Both und Töchterchen Marlea aus Püttlingen freute, die sich die Süßigkeiten aus Roh-Schokolade schmecken ließen, und die schließlich mit einem Beutel schwarzem Pfeffer und Tee von dannen zogen.

Ein wahrer Verkaufsschlager waren im Laufe des Sonntages die Pana-Gusta-Produkte, also die zu Paniermehl verarbeiteten Reste der Hostienbäckerei des Klosters, di so noch einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Mal „Natur“, mal als „Hackfleischwürze“ kaufte etwa Veronika Schwarz mit ihrem Sohn Clemens das „himmliche“ Bindemittel. Augenzwinkernd meinte Schwester Oberin Jaseentha: „Somit backen und kochen Sie mit Gottes Hilfe.“

Bereits am späten Nachmittag, als die Kuchentheke „ausverkauft“ meldete, zog Günter Himber von der Kardinal-Maurer-Gesellschaft ein positives Fazit: „Zusammen mit den Nazareth-Schwestern, dem geistlichen Zentrum und der Pfarreiengemeinschaft Püttlingen haben wir dieses Fest ausgerichtet und sind hoch erfreut, wie gut unser Kloster in der Bevölkerung verankert ist, und wie offen und herzlich die Bürger uns begegnet sind.“ Von den Einnahmen des Benefizkonzertes am Samstag in der Klosterkirche, gestaltet vom Akkordeon-Orchester Püttlingen unter Leitung von Frank Schneider, so Himber, „werden wir das bolivianische Siedlungswerk unseres Namensgebers, des in Püttlingen geborenen Kardinals Josef Clemens Maurer, weiterhin unterstützen.“