Kliniken am Finanz-Tropf

Püttlingen. Auch ein Teil der Belegschaft des Püttlinger Knappschaftskrankenhauses hat sich gestern an der bundesweiten Protestaktion von Klinik-Mitarbeitern beteiligt. Die Aktion richtet sich gegen die nach Meinung der Demonstranten zu geringe Finanzierung der Krankenhäuser durch den Bund

Püttlingen. Auch ein Teil der Belegschaft des Püttlinger Knappschaftskrankenhauses hat sich gestern an der bundesweiten Protestaktion von Klinik-Mitarbeitern beteiligt. Die Aktion richtet sich gegen die nach Meinung der Demonstranten zu geringe Finanzierung der Krankenhäuser durch den Bund. So erschienen - wie an insgesamt 25 Kliniken im Saarland - auch zahlreiche Mitarbeiter der Püttlinger Knappschaftsklinik um "Fünf nach zwölf" vor dem Krankenhaus zur "Aktiven Mittagspause". "Es ist fünf nach Zwölf und nicht fünf vor Zwölf", so Maria Koch als Verdi-Sprecherin der Gewerkschafts-Betriebsgruppe des Krankenhauses in ihrer Ansprache zur Belegschaft. Schon die Finanzierung der Tarife sei durch die jüngsten Tarifverhandlungen nicht gesichert, geschweige denn die zu erwartenden hohen Betriebskosten, so Maria Koch. "Gesundheit ist das höchste Gut eines Menschen", so Koch weiter, "und deshalb haben die Bürger ein recht darauf, dass die gesundheitliche Versorgung gewährleistet bleibt. Mittlerweile haben wir über sieben Prozent Personal bundesweit abgebaut", und dennoch seien fast 30 Prozent der Krankenhäuser von der Schließung bedroht. Der Bund stelle zwar drei Milliarden Euro für die Finanzierung der Krankenhäuser zur Verfügung, doch das reiche bei weitem nicht aus. Es müsste, so die Ansicht der Verdi-Vertreterin, mehr als das Doppelte sein, um eine Sicherung der Krankenhäuser zu gewährleisten.Was nun die Demonstranten in Püttlingen betraf, so sahen sie die Situation noch vergleichsweise gelassen, da die Knappschaftskliniken nicht so stark unter Druck stünden wie andere Kliniken. Dennoch wollte man sich solidarisch zeigen und dafür eintreten, dass die Finanzierung der Klinik gewährleistet bleibt.