Gesundheit Gesundheitsmnesse SPD Püttlingen: Klimmzüge statt Glimmzüge

Gesundheit Gesundheitsmnesse SPD Püttlingen : Klimmzüge statt Glimmzüge

Gesundheitsmesse der Püttlinger SPD zeigt, dass Menschen selbst für ihr Wohlbefinden viel tun können.

„Bombenbesuch. Und schon viele Anmeldungen für nächstes Jahr.“ Tanja Friedrich, Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Püttlingen, freut sich über die Resonanz am Sonntag beim dritten Gesundheitstag im Trimmtreff. Kein Quadratmeter Ausstellungsfläche mehr frei, für mannigfaltige Infos in Sachen Prävention, Lifestyle, Ernährung. Durchgehend starker Publikumsandrang, viele kamen sogar mehrfach, um keinen Fachvortrag zu verpassen. „Mit Herzblut gemacht, wird sehr gut angenommen“, registriert Jürgen Detzler, Beigeordneter der Stadt. Detzler gehört im Stadtrat der CDU an, gönnt aber der SPD den schönen Erfolg des 3. Gesundheitstages in Folge. Der Veranstalter hat sich, mit vielen Helfern, von jung bis alt, angestrengt, die Halle ansprechend zu präsentieren, mit interessantem Programm, vielen „Messebegleitern“, und selbst gebackenen Kuchen gab’s auch.

„Scharf sehen ohne Hilfsmittel“, „Omega-3-Fettsäuren, unverzichtbar für unsere Gesundheit“, „Was die Seele widerstandsfähig hält“, Pflegefragen, Fettleber- und/oder Suchtprobleme, Parkinson, Diabetes, Schlaganfall-Prophylaxe, Kehlkopfoperation und ihre Folgen, der Wert des Lachens, Singens, Wanderns für Körper, Geist, Seele: kaum ein Thema wurde hier ausgelassen. Das Angebot führte mitunter zu seltsamen Zusammenhängen. Hier informierten die Jusos über den Wert von Cannabis in der Schmerztherapie, wenige Meter weiter konnte der Schreiber, mit Hilfe einer Rauschbrille, bei der Selbsthilfegruppe „Suchtberatung“ erfahren, wie Fortbewegung unter Einfluss von Drogen funktioniert: unmöglich, auf der vorgegebenen Linie zu bleiben! „Hab’s auch gemerkt“, sagt die 20-jährige Gwen Fafet. Fafet, seit drei Jahren im Besitz der Fahrerlaubnis, setzt sich an einen Fahrsimulator. 0,8 Promille Alkohol werden angenommen, und los geht die fünfminütige Autofahrt!

Am Bildschirm kriegt man mit: Bus gerammt, Reh totgefahren, Straßenschild beschädigt! Reaktion gleich Null, das eigene Auto wäre kaputt, der Führerschein weg, „Hände weg vom Alkohol am Steuer!“ lacht Fafet. Die Aussteller sind zufrieden, dazu stellvertretend Volker Landfried, der kürzlich das erste saarländische Rollator-Spezialgeschäft eröffnet hat: „Das Spektrum in dieser Halle ist riesengroß. Das Thema Gesundheit interessiert offensichtlich alle Altersgruppen.“ Nicht nur in der Halle: Draußen, im rizzeroten amerikanischen Schulbus, testen ungezählt viele Menschen unter fachkundlicher Beratung erfahrener Klinikärzte ihr persönliches Schlaganfallrisiko. Das kann man senken, indem man Übergewicht abbaut, das Rauchen aufgibt, seine Blutfette und den Blutdruck im Blick behält, Alkohol lediglich in Maßen konsumiert, sich ausreichend bewegt, beim Laufen, Walken, Radfahren oder Schwimmen, um nur vier Möglichkeiten zu nennen.

Unter dem Motto „Püttlingen lebt gesund“ lud der SPD-Stadtverband am Sonntag zum Gesundheitstag im Trimmtreff ein. Der Besucherandrang war enorm.   . Foto: BeckerBredel

Zufrieden mit der Ausstellung zeigt sich auch Rolf Jürgen Klein von der Stefan Morsch-Stiftung. Die kümmert sich seit 1986 um Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke und unterhält eine Stammzellspenderdatei. Viele Besucher der Püttlinger Gesundheitsmesse ließen sich registrieren.