Klimawandel zeigt Spuren in der Püttlinger Stadtpolitik

Stadtrat Püttlingen : Klimawandel zeigt Spuren in der Püttlinger Stadtpolitik

Regenrückhalte-Zisternen müssen größer werden.

Flott über die Bühne ging die Pürttlinger Stadtratssitzung am Mittwochabend. Für künftige Bauherren wichtig: Wegen „extremer Regenereignisse“ in der jüngeren Vergangenheit hatte die Stadt nach und nach schon diverse Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt – und  jetzt werden dabei auch Bauherren stärker in die Pflicht genommen.

Bisher mussten Bauherren Regenrückhalte-Zisternen („Retentions-Zisternen“) anlegen, die mindestens vier Kubikmeter Wasser fassen. Künftig gilt zusätzlich, dass die Rückhalte-Zisterne, wenn durch das Bauprojekt mehr als 200 Quadratmeter Fläche versiegelt werden, je weitere 50 Quadratmeter einen Kubikmeter Wasser mehr fassen muss. Außerdem müssen immer Zisternen gebaut werden, die überlaufendes Wasser nicht schlagartig  in die Kanalisation oder den Vorfluter einleiten, sondern gedrosselt.

Wie schon der Werksausschuss stimmte auch der Stadtrat der geplanten Änderung einstimmig zu. Wobei diese Entscheidung gewissermaßen auch durch das Klima beeinflusst wurde – in der Verwaltungsvorlage heißt es, dass besagte extremen Regenereignisse „wahrscheinlich bedingt durch die globale Klimaveränderung“ seien.

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