Keine Kita in der Klinik

Püttlingen. Der Wunsch, im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen eine Kinderbetreuung anzubieten, besteht schon länger. In diesem Zusammenhang hatte sich auch der Selbsthilfeverein Kita Püttlingen als Träger angeboten. Das Problem: Um 15 Kleinkinder, den Vorschriften entsprechend, in Betreuung zu nehmen, wären Umbauarbeiten in einer Größenordnung von 388 000 Euro erforderlich

Püttlingen. Der Wunsch, im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen eine Kinderbetreuung anzubieten, besteht schon länger. In diesem Zusammenhang hatte sich auch der Selbsthilfeverein Kita Püttlingen als Träger angeboten.Das Problem: Um 15 Kleinkinder, den Vorschriften entsprechend, in Betreuung zu nehmen, wären Umbauarbeiten in einer Größenordnung von 388 000 Euro erforderlich. Viel Geld. "Zu viel", befand nun wohl der zuständige Fachdienst beim Regionalverband Saarbrücken.

Dessen Direktor Peter Gillo hat in diesen Tagen ein entsprechendes Schreiben an die Stadt Püttlingen gesandt, einen Brief, den Bürgermeister Martin Speicher in der jüngsten Sitzung des Püttlinger Stadtrates verlas.

Dieser Mitteilung und einer erneuten Nachfrage der Saarbrücker Zeitung bei der Stadtverwaltung zufolge, geht es bei der Ablehnung des Mitarbeiterwunsches darum, aktuell kein weiteres öffentliches Geld für diesen Zweck auszugeben, bevor nicht die gesetzlich verankerte Garantie auf einen Krippenplatz für unter Dreijährige zum Stichtag 1. August 2013 sichergestellt sei.

Püttlingen befinde sich übrigens auf gutem Weg, diesen Rechtsanspruch, in Zusammenarbeit mit den freien Trägern, tatsächlich realisieren zu können, versicherte Toni Job, Fachbereichsleiter der städtischen Stabsstelle Bildung und Soziales, auf Anfrage der SZ.

Knappschaftsmitarbeiter mit Betreuungswunsch könnten sich davon unabhängig jederzeit an die städtischen Kindertageseinrichtungen wenden, um ihre Kinder in der Betreuung unterzubringen. Dazu Bürgermeister Speicher im Stadtrat: "Meine Mitarbeiter sind in laufenden Gesprächen mit der Klinikleitung."