Kartoffeln vom Dorfplatz

Riegelsberg. Im Jahr 1987 schloss der Männergesangverein (MGV) Reingold Pflugscheid-Hixberg mit der Gemeinde Riegelsberg einen Pachtvertrag für ein Gelände an der Pflugscheidschule ab. Die Idee dahinter war, den Menschen in Pflugscheid ("Bliggschd") einen Platz zum Feiern anzubieten. In Eigenleistung legte der MGV einen Festplatz an, schüttete das Gelände auf, bepflanzte es und stellte ein paar Bänke hin. 1988 wurde erstmals das Bliggschder Dorffest, das der MGV zuvor 23 Jahre lang auf einem Gelände in der Köllner Straße gefeiert hatte, auf dem neuen Gelände gefeiert.Als aber in unmittelbarer Nähe zum neuen Dorfgemeinschaftsplatz - in der Kurzen Straße - das Bliggschder Straßenfest aus der Taufe gehoben wurde und zu einem Publikumsmagneten avancierte, wurde das Fest des MGV zur Randerscheinung. Die Besucher blieben aus, das Fest wurde eingestellt und im Jahr 2007 kündigte der MGV den Pachtvertrag für den Dorfgemeinschaftsplatz. Die Fläche lag brach und verwilderte. Ende 2012 beauftragte die Gemeinde die Ausbildungs-und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG), die Hecken und Sträucher zurückzuschneiden und einen Durchgangsweg anzulegen.

Riegelsberg. Im Jahr 1987 schloss der Männergesangverein (MGV) Reingold Pflugscheid-Hixberg mit der Gemeinde Riegelsberg einen Pachtvertrag für ein Gelände an der Pflugscheidschule ab. Die Idee dahinter war, den Menschen in Pflugscheid ("Bliggschd") einen Platz zum Feiern anzubieten. In Eigenleistung legte der MGV einen Festplatz an, schüttete das Gelände auf, bepflanzte es und stellte ein paar Bänke hin. 1988 wurde erstmals das Bliggschder Dorffest, das der MGV zuvor 23 Jahre lang auf einem Gelände in der Köllner Straße gefeiert hatte, auf dem neuen Gelände gefeiert.Als aber in unmittelbarer Nähe zum neuen Dorfgemeinschaftsplatz - in der Kurzen Straße - das Bliggschder Straßenfest aus der Taufe gehoben wurde und zu einem Publikumsmagneten avancierte, wurde das Fest des MGV zur Randerscheinung. Die Besucher blieben aus, das Fest wurde eingestellt und im Jahr 2007 kündigte der MGV den Pachtvertrag für den Dorfgemeinschaftsplatz. Die Fläche lag brach und verwilderte. Ende 2012 beauftragte die Gemeinde die Ausbildungs-und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG), die Hecken und Sträucher zurückzuschneiden und einen Durchgangsweg anzulegen.

In der jüngsten Ortsratssitzung wollte nun Ralf Greff (CDU) wissen, was zukünftig mit dem ehemaligen Dorfgemeinschaftsplatz passieren soll. Wie Ortsvorsteherin Monika Rommel (SPD) ausführte, wurde der Platz Ende vergangenen Jahres rechts und links des Durchgangsweges umgepflügt und soll jetzt "wie ein Garten" genutzt werden. In einem ersten Schritt wurden Kartoffeln für die Schulküche angepflanzt. In einem zweiten Schritt soll auch Gemüse für die Schulküche angepflanzt werden."Die Fläche wurde nicht verpachtet. Sie wurde lediglich anders angelegt. Es handelt sich also um ein Geschäft der laufenden Verwaltung", so Rommel.

Zufrieden war Greff - der auch Mitglied im Männergesangverein ist - mit diesen Auskünften und der derzeitigen Nutzung aber nicht. "Wir haben viel Zeit und Geld dort investiert, um einen Platz für die Dorfgemeinschaft zu bauen, und jetzt ist das Ackerland. Ich frage mich, warum wir damals für die Herrichtung des Platzes mit dem Umweltpreis ausgezeichnet worden sind."

Bei der SPD stieß diese Kritik auf Unverständnis. "Man muss ja Gemeindeland nicht brachliegen lassen. Es sind jetzt sechs Jahre her, seit der Männergesangverein die Pacht gekündigt hat, und ich kann nachvollziehen, dass die Gemeinde das Gelände nicht einfach sich selbst überlassen will", meinte Monika Rommel. Bissiger formulierte es SPD-Sprecher Harry Görens: "Diese Örtlichkeit wird jetzt zum Heiligen Gral des Männergesangvereins gemacht. Da stelle ich mir natürlich die Frage, warum der Verein es ab 2007 nicht mehr genutzt hat."