| 19:16 Uhr

Junge Stimmen begeistern in der Martinskirche

Köllerbach. Wie im Himmel! Heißt ein anrührender Chorfilm. Die Formation "Canta d`Elyseo" knüpft daran an, so auch in der Martinskirche. Sechs junge Männer, seit Jahren Teil des berühmten Dresdner Kreuzchores, bilden das Elyseo-Ensemble. "Da spürt man sofort, dass die über ausgebildete Stimmen verfügen, und junge sowieso", sagt die Banknachbarin. Die ehrwürdige Martinskirche ist voll besetzt, das Konzert beginnt. Schade, dass es kein gedrucktes Programm gibt. Jedenfalls wählen die Kreuzschüler ein vielstimmiges (polyphones) Madrigal aus dem Mittelalter für den Einstieg. Danach geht's bunt durcheinander. Mal Monteverdi, mal Schütz, es folgen Popsongs, etwa von Abba, den Beatles (eine wunderschöne Adaption von Yesterday), die temporeiche Version von "Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt", Schelmisches, wenn (die groß gewordenen Buben) den Mann im Mond "ganz lieb anschauen, bis er seine Laterne anzündet", das Original stammt von der Popgruppe "Die Prinzen". "Heilig heilig heilig, heilig ist der Herr!" Das anrührende Kirchenlied aus der "Deutschen Messe", Franz Schubert hat sie geschrieben, wird zum Höhepunkt. Oder doch eher die tragisch-komische "Romanze" der Popgruppe "Wise Guys", in der zwei ganz unterschiedliche Charaktere stundenlang schweigend auf das weite Meer hinaus starren, um dann wortlos, jeder für sich, nach Hause zu gehen? Beziehungskisten des 21. Jahrhunderts, perfekt mit den Mitteln traditoneller Polyphonie ins Werk gesetzt. Mit viel Applaus endet ein bemerkenswert abwechslungsreiches Programm in der historischen Martinskirche, als ein bunter musikalischer Baustein der evangelischen Kirchengemeinde zum Lutherjahr. "Denn Musik hat Macht über die Menschen. Sie steckt an. Und sie war ein wichtiges Medium der Reformation", resümiert der Hausherr, Pfarrer Prof. Joachim Conrad. Epd-Mitarbeiterinsilke Tornede

Wie im Himmel! Heißt ein anrührender Chorfilm. Die Formation "Canta d`Elyseo" knüpft daran an, so auch in der Martinskirche. Sechs junge Männer, seit Jahren Teil des berühmten Dresdner Kreuzchores, bilden das Elyseo-Ensemble. "Da spürt man sofort, dass die über ausgebildete Stimmen verfügen, und junge sowieso", sagt die Banknachbarin. Die ehrwürdige Martinskirche ist voll besetzt, das Konzert beginnt. Schade, dass es kein gedrucktes Programm gibt. Jedenfalls wählen die Kreuzschüler ein vielstimmiges (polyphones) Madrigal aus dem Mittelalter für den Einstieg. Danach geht's bunt durcheinander. Mal Monteverdi, mal Schütz, es folgen Popsongs, etwa von Abba, den Beatles (eine wunderschöne Adaption von Yesterday), die temporeiche Version von "Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt", Schelmisches, wenn (die groß gewordenen Buben) den Mann im Mond "ganz lieb anschauen, bis er seine Laterne anzündet", das Original stammt von der Popgruppe "Die Prinzen". "Heilig heilig heilig, heilig ist der Herr!" Das anrührende Kirchenlied aus der "Deutschen Messe", Franz Schubert hat sie geschrieben, wird zum Höhepunkt. Oder doch eher die tragisch-komische "Romanze" der Popgruppe "Wise Guys", in der zwei ganz unterschiedliche Charaktere stundenlang schweigend auf das weite Meer hinaus starren, um dann wortlos, jeder für sich, nach Hause zu gehen? Beziehungskisten des 21. Jahrhunderts, perfekt mit den Mitteln traditoneller Polyphonie ins Werk gesetzt. Mit viel Applaus endet ein bemerkenswert abwechslungsreiches Programm in der historischen Martinskirche, als ein bunter musikalischer Baustein der evangelischen Kirchengemeinde zum Lutherjahr. "Denn Musik hat Macht über die Menschen. Sie steckt an. Und sie war ein wichtiges Medium der Reformation", resümiert der Hausherr, Pfarrer Prof. Joachim Conrad.