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Jahresrückblick
Das war’s denn mal im Köllertal

 Schlüsselübergabe am Samstag, 10. März, Kita St. Martin in Köllerbach, von links: Peter Gillo, Rainer Borens, Manfred Maurer, Martin Speicher, der am 1. März ernannte Ministerpräsident Tobias Hans, Willi Latz und Stefanie Rech mit Kindern. Auf 4200 Quadratmetern gibt’ e viel Platz für fünf Kindergarten- und drei Krippengruppen. 3,8 Millionen Euro kostete die Kita, plus 870 000 Euro für Verkehrsanbindung. Gut zwei Millionen zahlte die Stadt.
Schlüsselübergabe am Samstag, 10. März, Kita St. Martin in Köllerbach, von links: Peter Gillo, Rainer Borens, Manfred Maurer, Martin Speicher, der am 1. März ernannte Ministerpräsident Tobias Hans, Willi Latz und Stefanie Rech mit Kindern. Auf 4200 Quadratmetern gibt’ e viel Platz für fünf Kindergarten- und drei Krippengruppen. 3,8 Millionen Euro kostete die Kita, plus 870 000 Euro für Verkehrsanbindung. Gut zwei Millionen zahlte die Stadt. FOTO: Andreas Engel
Köllertal. Bedrohte Arbeitsplätze, fallende Sendemasten, Unwetter und auch viel Schönes – so war 2018. Von Marco Reuther

Das Jahr geht zu Ende und wir verabschieden uns mit einem Foto-Jahresrückblick aus dem Köllertal – und wissen doch, dass eine Seite nicht reicht für all das, was uns 2018 beschäftigt hat. Nicht alles war schön gewesen: Beim Callcenter von Arvato bangen nach wie vor 300 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. In Niedersalbach brannte es auf dem Dach des Bürgerhauses, was den Niedersalbacher Narren, auch in Folge von Wasserschäden, die Fastnachtssession verhagelte – alle Veranstaltungen sind abgesagt. In Heusweiler und Eiweiler sorgten unglaubliche Regenmassen am 11. Juni für Überschwemmungen, wie man sie bisher nicht kannte. In Riegelsberg machte vorigen Winter eine Bande nicht zu bändigender jugendlicher Kleinkrimineller über Wochen auf unschöne Weise von sich reden, legte sogar ein Feuer im Eingangsbereich der Lindenschule.


Doch natürlich gab es auch viel Gutes. Etwa beeindruckendes Engagement von Bürgern und Vereinen. Letzteres zum Beispiel beim großen Festumzug „50 Jahre Stadt Püttlingen“ – ein großes Ereignis, das vielfältig gefeiert wurde –, ebenso bei den Festlichkeiten zu „800 Jahre Eiweiler“ (Bericht: C1).

Köllerbach bekam eine wunderschöne neue Kindertagesstätte, auch in Riegelsberg war das Thema „Kitas“ ein Dauerbrenner, da es erfreulicherweise wieder mehr Kinder im Köllertal gibt. Empor wuchsen – von einigen bekämpft – neue Windräder rund ums Köllertal, während andere hohe, schlanke Bauwerke verschwunden sind: Die Tage der beiden SR-Sendemasten bei Heusweiler waren gezählt. Als am 21. September ihre Stahltrosse gesprengt und die Masten niedergelegt wurden, sahen zahlreiche Schaulustige zu. In Riegelsberg gab’s auch was zu schauen, im Stadion, beim Public-Viewing zur Fußballweltmeisterschaft, das dann aber, dank der „Leistung“ der Nationalelf, weniger Spiele als erwartet zeigen konnte. Auch den Betrieb im neuen „Stadtbalkon“ auf dem neuen Riegelsberger Marktplatz konnte man nicht lange sehen: Das Prestigeprojekt scheiterte im ersten Durchgang; doch inzwischen ist das Restaurant mit „Hüftgold“ und neuen Betreibern wieder an den Start gegangen.



Was gab’s noch? Ach ja: Vor 15 Jahren schlossen wir unseren Jahresrückblick damit, dass 2003 die „Zeitung für das Köllertal“ an den Start gegangen war. Jetzt verabschieden wir uns wieder – jedenfalls in diese Form. – Machen Sie’s gut.

 „Am Bahndamm blüht ein Sauerampfer – sah nur Züge, niemals Dampfer“, dichtete einst Ignatz Ringelnatz. Am Damm der Saarbahn in Heusweiler hätte es aber doch fast für einen Dampfer reichen können, nachdem am 11. Juni nie gekannte Regenmassen herabgestürzt waren und insbesondere in Heusweiler und Eiweiler für hohe Schäden sorgten. – In Eiweiler fielen an diesem Tag in kürzester Zeit 86 Liter pro Quadratmeter.
„Am Bahndamm blüht ein Sauerampfer – sah nur Züge, niemals Dampfer“, dichtete einst Ignatz Ringelnatz. Am Damm der Saarbahn in Heusweiler hätte es aber doch fast für einen Dampfer reichen können, nachdem am 11. Juni nie gekannte Regenmassen herabgestürzt waren und insbesondere in Heusweiler und Eiweiler für hohe Schäden sorgten. – In Eiweiler fielen an diesem Tag in kürzester Zeit 86 Liter pro Quadratmeter. FOTO: Marco Reuther
 Das war’s: am Freitag, 21. September, fallen die SR-Sendemasten, die über Jahrzehnte ein Wahrzeichen Heusweilers waren.
Das war’s: am Freitag, 21. September, fallen die SR-Sendemasten, die über Jahrzehnte ein Wahrzeichen Heusweilers waren. FOTO: Andreas Engel
 Demonstration gegen die drohende Schließung des Arvato-Callcenters Eiweiler am Mittwoch, 5. Dezember, vor dem Landtag in Saarbrücken.
Demonstration gegen die drohende Schließung des Arvato-Callcenters Eiweiler am Mittwoch, 5. Dezember, vor dem Landtag in Saarbrücken. FOTO: BeckerBredel
 Vor 50 Jahren wurde Püttlingen zur Stadt. Das wurde in diesem Jahr ausgiebig gefeiert, nicht zuletzt mit einem großen Umzug, an dem sich am Sonntag, 13. Mai, etwa 70 Gruppen und 1500 Personen beteiligt hatten.
Vor 50 Jahren wurde Püttlingen zur Stadt. Das wurde in diesem Jahr ausgiebig gefeiert, nicht zuletzt mit einem großen Umzug, an dem sich am Sonntag, 13. Mai, etwa 70 Gruppen und 1500 Personen beteiligt hatten. FOTO: Iris Maria Maurer
 Ein technischer Defekt war am Dienstag, 30. Oktober, die Ursache für einen Brand im Flachdach des Niedersalbacher Bürgerhauses. 
Ein technischer Defekt war am Dienstag, 30. Oktober, die Ursache für einen Brand im Flachdach des Niedersalbacher Bürgerhauses.  FOTO: Marco Reuther
 Bis zu ihrer Zerschlagung sorgte eine Gruppe zerstörungswütiger 14-Jähriger aus einer Jugendhilfeeinrichtung vorigen Winter für zahllose Schäden und Diebstähle in Riegelsberg. Trauriger Höhepunkt war die Brandstiftung noch in 2017 (in der Nacht zum 23. Dezember) im Eingangsbereich der Lindenschule mit 100 000 Euro Schaden durch die Verrußung im Inneren. Zu Jahresbeginn konnten etliche Räume der Grundschule nicht genutzt werden.
Bis zu ihrer Zerschlagung sorgte eine Gruppe zerstörungswütiger 14-Jähriger aus einer Jugendhilfeeinrichtung vorigen Winter für zahllose Schäden und Diebstähle in Riegelsberg. Trauriger Höhepunkt war die Brandstiftung noch in 2017 (in der Nacht zum 23. Dezember) im Eingangsbereich der Lindenschule mit 100 000 Euro Schaden durch die Verrußung im Inneren. Zu Jahresbeginn konnten etliche Räume der Grundschule nicht genutzt werden. FOTO: Schule