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In Köllerbach ist "alles dòò, was ma braucht"

In Köllerbach ist "alles dòò, was ma braucht"

Köllerbach. "Wir vertreten die Köllerbacher Nation!" Stefanie Hoppe lacht übermütig. Mit 17 weiteren Köllerbachern ist sie zum Fototermin der Saarbrücker Zeitung erschienen. An historischem Ort, Burg Bucherbach, die zum Stichwortgeber wird. Denn Kuni Jost, Vorsitzender der IG Bucherbach, ist mit Enkel Paul da

Köllerbach. "Wir vertreten die Köllerbacher Nation!" Stefanie Hoppe lacht übermütig. Mit 17 weiteren Köllerbachern ist sie zum Fototermin der Saarbrücker Zeitung erschienen. An historischem Ort, Burg Bucherbach, die zum Stichwortgeber wird. Denn Kuni Jost, Vorsitzender der IG Bucherbach, ist mit Enkel Paul da. Der Kleine, der gerade aus München zu Besuch ist, will, verständlich, sofort auf die Mauern hoch. "Das darf man leider nicht mehr. Wir haben als Kinder immer auf der Burg gespielt", sagt Silke Schreiner, Jahrgang 1935. Sie mag das Flair der Burg, mag den "überschaubaren, familiären und freundlichen Charakter unseres Dörfchens"."Genau, das isses", fügt Anneliese Ruschel hinzu. Sie lebt bereits seit 60 Jahren im Köllertal und sagt: "Mit gefällt alles hier, die schöne Wohnlage, die herrliche Natur, die historische Bausubstanz. Hier kennt man noch den Nachbarn. Die ärztliche Versorgung stimmt. Schade ist nur, dass so viele kleine Geschäfte geschlossen haben."

Sehenswerte Martinskirche

Die positive Meinung der Köllerbacher zu ihrem Ort zu verstehen, bedeutet, durch den Ortskern zu schlendern und hinzuschauen, etwa zum Uhrenmuseum im schön erhaltenen südwestdeutschen Quereinhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert in der Engelfanger Straße. Der Blick fällt natürlich auch auf die bereits erwähnte Burg Bucherbach, deren Bau im elften Jahrhundert begonnen wurde. Umfangreich saniert wurde die Anlage 1982/84 und 2011. Inzwischen hat sie sich zu einem Kommunikationsmittelpunkt im Zentrum von Köllerbach entwickelt und bietet einen romantischen Rahmen für Feste und Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art.

Sehenswert ist natürlich auch die historische Martinskirche mit einzigartigem Deckengemälde, ein architektonisches Baudenkmal von überregionalem Rang. Die erste Erwähnung der Kirche findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1233. Neueren Datums ist das von Ehrenamtlichen des Bergmannsvereines St. Barbara angelegte Freilichtmuseum auf dem Gelände der früheren Kohlengrube Viktoria III in Engelfangen, das an die industrielle Vergangenheit des Köllertals erinnert.

Dem Mischlingshund Spike, ein ganz goldiger aus dem Tierheim (Wesensmerkmal: "Bin bestechlich und esse alles, was ich nicht soll") sind die steinernen Zeugen der Vergangenheit Wurst: Er läuft am liebsten mit seinem Herrchen Edwin Schweizer über Stock, Stein, Wald, Feld und Flur, auf abwechslungsreichen Wegen, die die Landschaft in und am Köllerbach herum in großer Zahl bietet.

Das Fazit von Kunibert Jost: "Die Wohnlage, die historischen Denkmäler, unsere schöne Natur und vor allen Dingen 'die Leid', das sind die Dinge, die unser Köllerbach lebens- und liebenswert machen."