1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Püttlingen

In dieser Musik steckt Energie drin

In dieser Musik steckt Energie drin

In wenigen Tagen kann man sie in der Püttlinger Stadthalle hören: die Saarbrücker Big Band „Silent Explosion Orchestra“ und ihre besonderen musikalischen Gäste. Wir sprachen mit dem Gründer Kevin Naßhan über die Ansprüche der jungen, überwiegend mit Profi-Musikern besetzten Band.

Big Bands - eigentlich verbindet man sie gerne mit der Swing-Ära der 1920er und -30er Jahre. Dass auch heute noch 20 Musiker auf der Bühne mit jazzigem Sound Laune machen, zeigt die im doppelten Sinne junge Big Band "Silent Explosion Orchestra", denn die Band wurde erst vor drei Jahren von dem Saarlouiser Kevin Naßhan, 24, gegründet, und die 19 Stammmusiker der Band sind zwischen 19 und 35 Jahre jung - im Durchschnitt Mitte Zwanzig. Dennoch handelt es sich fast ausschließlich um Profi-Musiker mit entsprechender Ausbildung und professionellem Anspruch. Viele von ihnen, so schildert Naßhan, haben ihre ersten Ausbildungsschritte an der Musikschule Püttlingen absolviert, und die Mehrzahl der 17 Instrumentalisten und zwei Sänger haben, wie auch Naßhan selbst, der inzwischen Berufsschlagzeuger ist, an der Hochschule für Musik Saar (HfM) in Saarbrücken studiert.

Am Freitag, 6. Mai, 20 Uhr, kann man "Silent Explosion" in einem Konzert in der Püttlinger Stadthalle erleben, verstärkt um die namhaften Solisten Johannes Müller aus Saarlouis und dem gebürtigen Lebacher Philipp Schug.

Keine Scheu vor Pop

Bandleader Kevin Naßhan hatte schon früh die Liebe zur Big-Band-Musik gepackt: Er war Mitglied der Landes-Schüler-Big-Band "Jazz Train" und gehört noch immer zum Jugend-Jazzorchester Saar, an der HfM Saar hat er im Hauptfach Jazz-Schlagzeug studiert.

Mit der neuen Big Band wollte er "sein Ding" machen, und er wurde durchaus angenehm überrascht, als seine Suche nach Bandmitgliedern, insbesondere im Umfeld der HfM, sehr schnell auf fruchtbaren Boden fiel.

"Für unsere Musik gab es kein Masterkonzept, das hat sich entwickelt", schildert Naßhan, "und wir scheuen uns nicht, auch mal vom Jazz weg und in den Bereich Pop zu gehen." So gehören neben Klassikern etwa von Frank Sinatra oder Count Basie auch mal Phil Collins zum Repertoire oder auch Elektro-Pop von Björk, zum Big-Band-Sound umarrangiert. Und im Konzert in Püttlingen - darauf freut sich Naßhan besonders - werden als Premieren auch Eigenkompositionen der beiden Gäste zu hören sein. Grundsätzlich wichtig ist ihm bei seiner Arbeit: "Die Band soll auch gefordert sein."

Wer an klassische Big Bands denkt, dem fällt sofort Glenn Miller ein - und gerade deshalb gibt es bei "Silent Explosion" nicht die Glenn-Miller-Klassiker, "da wollten wir nicht aufspringen - auch weil wir zeigen wollen, dass es noch so viele andere tolle Sachen im Big-Band-Bereich gibt". Allein schon der Swing, das könne man immer wieder sehen, komme auch bei jungen Leuten gut an. Und Naßhan schwärmt: "20 Leute auf der Bühne! - Da kommt Energie rüber!"

musikschule-puettlingen.de

kevin-nasshan.de

silentexplosionorchestra.de

Zum Thema:

Philipp Schug
Johannes Müller
Kevin Naßhan

Auf einen Blick Konzert mit dem "Silent Explosion Orchestra" in Zusammenarbeit mit der Musikschule Püttlingen und den Solisten Johannes Müller (Saxofon) und Philipp Schug (Posaune) am Freitag, 6. Mai, 20 Uhr, in der Stadthalle Püttlingen. Der Saarlouiser Johannes Müller studierte Musik in Mannheim, der gebürtige Lebacher Philipp Schug in Essen. Beide spielen in namhaften Ensembles, Müller etwa in der Big Band des Hessischen Rundfunks. Beide unterrichten heute selbst an der Hochschule für Musik Saar . In Püttlingen wird ein Programm von traditionellem Swing bis hin zu modernen Big- Band-Arrangements vorgestellt. Neben Müller und Schug treten Sängerin Svenja Hinzmann und Sänger Andreas Braun als Solisten auf. mr Kartenvorverkauf (18 Euro, 13 Euro für Schüler) im Sekretariat der Musikschule Püttlingen, unter Telefonnummer (0 68 98) 6 94 01 70, und in der Buchhandlung Bock und Seip, Saarlouis.