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Knappe Kita-Plätze
In den Püttlinger Kitas wird’s eng

Wohin mit dem Nachwuchs? Damit die Krippen- und Kindergartenplätze in Püttlingen reichen, muss etwas jongliert werden – die Kitas sind jedenfalls gut belegt, zeigen die in der jüngsten Stadtratssitzung vorgestellten Zahlen.
Wohin mit dem Nachwuchs? Damit die Krippen- und Kindergartenplätze in Püttlingen reichen, muss etwas jongliert werden – die Kitas sind jedenfalls gut belegt, zeigen die in der jüngsten Stadtratssitzung vorgestellten Zahlen. FOTO: picture alliance / dpa / Patrick Pleul
Püttlingen. Es gibt – kurze – Wartelisten, eine gute Auslastung ist abzusehen. Neue Gruppen am Schlösschen sind etwas in Verzug. Von Andreas Lang

Eng wird es in den Kindertagesstätten der Stadt Püttlingen. Püttlingen. Das zeigte sich in der jüngsten Stadtratssitzung im Pfarrgemeindesaal St. Sebastian. Laut Tagesordnung ging es um den „Wegfall des Einzugsbereiches der Kindertageseinrichtung am Schlösschen“ und um geänderte Elternbeiträge – der Stadtrat stimmte hier auch zu. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man aber auch, dass die Kitas überaus gut belegt sind und es schon eine Warteliste gibt.


Wie die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage informiert, wird die Kita am Schlösschen bereits kommenden Monat mit 75 Kindern voll besetzt sein, und es liegen bereits zwölf Anmeldungen für den Zeitraum zwischen März und dem Ende des Kindergartenjahres vor. Zwar sollte die Kita um zwei Gruppen erweitert werden – was 50 weiteren Plätzen entspricht –, und die Arbeiten dazu laufen auch schon (wir berichteten). Doch offenbar kommt das Bauvorhaben nicht so voran wie gewünscht. So musste der Start der beiden neuen Gruppen von Anfang April beziehungsweise Mai  auf Mitte Juni verschoben werden. Dann soll zunächst eine weitere Gruppe eingerichtet werden.

Derzeit stünden noch acht Kinder auf der Warteliste, deren Eltern demnach bis Juni auf freie Plätze warten müssten. Die Verwaltung wolle die betroffenen Eltern informieren und je nach Lage Lösungsmöglichkeiten finden.



In der Kita Bengesen sind aktuell 69 der 70 Plätze belegt, ab Mitte Mai sind zwei Überbelegungen geplant. Die werden möglich, weil zwei Wechsel von der Krippe in den Kindergarten anstehen. Zwei Kinder seien dann noch auf der Warteliste. Anhand der vorliegenden Anmeldungen sei zudem absehbar, dass die Bengeser Kita in den folgenden Kindergartenjahren ab Juni kommenden Jahres voll belegt sein wird.

Die Kita Berg besuchen derzeit 71 Kinder, 88 Kindergartenplätze seien aber in den dreieinhalb Gruppen genehmigt und „personalisiert“. Bis zum Ende des Jahres  hält die Verwaltung es daher unter Umständen für möglich, die freien Plätze mit Kindern von den Wartelisten zu besetzen. Da allerdings die halbe Gruppe mit 13 Plätzen nur als befristete Notlösung vorgesehen war, sei beabsichtigt, diese halbe Gruppe in naher Zukunft wieder aufzulösen. Zudem müssen von 23 frei werdende Kindergarten-Plätzen (so viele Kinder wechseln im Sommer in die Grundschule) 22 Plätze für Krippen- und Geschwisterkinder frei gehalten werden. Was sich dann wiederum auf die Kita Schlösschen auswirken werde, denn die müsse die aus der halben Gruppe wegfallenden 13 Plätze übernehmen.

Vor 20 Jahren habe die Stadt den Einzugsbereich für die Kita am Schlösschen auf das Baugebiet Heidknüppel definiert, der später noch um die Straßen des Neubaugebietes Am Schlehbach erweitert wurde. Im Laufe der Jahre habe sich jedoch gezeigt, dass die dabei angewandte Vorschrift nicht mehr notwendig sei. Durch den Wegfall erhofft sich die Verwaltung mehr Handlungsspielraum für die Vergabe von Betreuungsplätzen.