Immer Püttlingen im Blick

Vorgesetzten galt er als „unser Vorposten im Köllertal“. Jetzt geht Werner Pink, Regionaldirektor der Volksbank Westliche Saar plus, in den Ruhestand. Und hat damit mehr Zeit für seine fünf Enkelkinder.

Um Werner Pink zu verstehen, muss man sein Büro sehen. Mitten in Püttlingen liegt es, im dritten Stock, ein Eckzimmer mit tollem Blick auf die Stadtteile Berg, Bengesen und die Ritterstraße. An den Wänden unzählige Zeitungsausschnitte, Dokumente. Urkunden, Briefe - sie haben alle mit Püttlingen zu tun.

Ob im Karneval, bei Sportturnieren, Übungen der Feuerwehr, in Schulen und Kindergärten, in Kirchen oder im Kloster, bei Konzerten und Lesungen: Oft hat Pink Präsenz gezeigt. Einmal hat er 139 Kollegen zur Blutspende ermuntert, darunter die Hälfte Erstspender. Pink ist Püttlinger, hier aufgewachsen, hier verwurzelt und Regionaldirektor der heimischen Volksbank. "Er ist das Gesicht unserer Bank, unser Vorposten im Köllertal", sagt Vorstandschef Edgar Soester.

Jetzt verabschiedet sich Pink, nach 49 Berufsjahren, in den Ruhestand . "Wir verlieren einen hilfsbereiten, entgegenkommenden und energiegeladenen Chef", urteilte Nachfolger Roland Herget bei der Verabschiedung. Begonnen hat Pink seine Bankkarriere bei der mittlerweile nicht mehr existenten Dresdner Bank in Saarbrücken, "mit 169 Mark Nettogehalt und Sechstagewoche, wir hatten samstags Schule", erinnert sich Pink. Seit 1992 bei der Volksbank beschäftigt, hat er jederzeit den Kontakt zu den Vereinen im Kultur-, Sport- und Sozialbereich gesucht. "Und damit zu den Menschen", sagt Vorstand Soester. Darüber hinaus kennt man Werner Pink als aktiven Sportler, der unzählige Laufmarathons absolviert hat und heute noch immer als Power-Walker im Köllertal Energie auftankt. "Ohne mein Team hätte es die Erfolge im Geschäft nicht gegeben", sagt Pink mit Blick auf die Vergangenheit. Und zur persönlichen Zukunft: "Mein Leben wird nach wie vor in strukturierten Bahnen verlaufen. Ich freue mich auf viele Dinge, die man nun geruhsamer angehen kann, besonders auf die Kontakte mit meinen fünf Enkelkindern."