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"Ich wollte anderen Menschen helfen"

"Ich wollte anderen Menschen helfen"

Püttlingen. Die soziale Komponente gab den Ausschlag für Rita Quirin-Kesslers (Foto: SZ/Klinik) Berufswahl. "Vielleicht hört sich das heute etwas seltsam an, wenn man sagt, dass ich anderen Menschen helfen wollte", meint die 55-jährige Pflegedirektorin des Knappschaftskrankenhauses Püttlingen und erzählt, ihr eigentlicher Berufswunsch sei Hebamme gewesen

Püttlingen. Die soziale Komponente gab den Ausschlag für Rita Quirin-Kesslers (Foto: SZ/Klinik) Berufswahl. "Vielleicht hört sich das heute etwas seltsam an, wenn man sagt, dass ich anderen Menschen helfen wollte", meint die 55-jährige Pflegedirektorin des Knappschaftskrankenhauses Püttlingen und erzählt, ihr eigentlicher Berufswunsch sei Hebamme gewesen. Weil sie dafür zu jung war und die Ausbildungsplätze alle außerhalb des Saarlandes lagen, wurde die gebürtige Sulzbacherin im April 1966 Pflege-Vorschülerin bei der damaligen Saar-Knappschaft in Quierschied.Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester wurde sie dort übernommen und arbeitete auf verschiedenen Stationen. Besonders vorteilhaft sei gewesen, dass sie schon während ihrer Ausbildung das komplette Haus kennen gelernt habe, die Verwaltung, die Hausapotheke, den ambulanten Bereich und die Küche. Anfang der 70er Jahre machte sie eine Ausbildung zur Pflegedienstleiterin in Frankfurt. Rita Quirin-Kessler war bereits in Quierschied erst als stellvertretende Pflegedirektorin und später als kommissarische Pfegedienstleiterin im Einsatz. Im Juni 1982 wurde sie nach Püttlingen versetzt. "Damals hatte ich das Gefühl, als hätte man mich Strafversetzt. Drei Fachabteilungen, die gerade mal eine Auslastung von 65 Prozent hatten", sagt sie rückblickend. Denn zu diesem Zeitpunkt hätte sie noch nicht gewusst, dass das Haus umstrukturiert wird und nachher über zehn Fachabteilungen verfügen würde. "Der Aufbau und die Umgestaltung dieses Hauses waren das schönste Erlebnis und auch die interessanteste Zeit" für die Pflegdirektorin.Besonders am Herzen lag ihr immer die Ausbildung der Mitarbeiter. "Oberstes Führungsprinzip war und ist für mich die Ehrlichkeit zu meinen Mitarbeitern." Besonders wichtig waren ihr innerbetriebliche Fortbildungen und eine moderne apparative Ausstattung. Sie habe immer schon einen Schwerpunkt auf den Bereich Personalentwicklung und auch auf das Pflegecontrolling gelegt. Weil immer mehr alte Menschen und schwerste Pflegefälle ins Krankenhaus kommen, setzte die Pflegedirektorin Ende 2007 einen "Case-Manager" ("Fall-Manager") ein. Oftmals, so erläutert sie, verzögere sich die Entlassung in den häuslichen Bereich oder in die ambulante Pflege. Der Case-Manager verhandele dann mit Angehörigen und berate sie. "Ich möchte weiter den Pflegedienst voranbringen. Dazu zählt für mich gut ausgebildetes Personal, das den Patienten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt, das darüber hinaus aber auch wirtschaftlich arbeitet", wünscht sich die Pflegedirektorin für die Zukunft. hof "Ich möchte den Pflegedienst voranbringen." Rita Quirin-Kessler