| 21:28 Uhr

Handball-Oberliga
HSV trifft 15 Minuten lang das Tor nicht

Blerta Ilazi (links) wird von Leah Schulze von Tabellenführer FSG Mainz 05/Budenheim II nicht attackiert und nimmt vor dem Tor der Gäste Maß. Die Püttlingerin war mit fünf Treffern die beste Werferin des HSV.
Blerta Ilazi (links) wird von Leah Schulze von Tabellenführer FSG Mainz 05/Budenheim II nicht attackiert und nimmt vor dem Tor der Gäste Maß. Die Püttlingerin war mit fünf Treffern die beste Werferin des HSV. FOTO: Klos Horst
Püttlingen. Püttlingen hat das Top-Duell in der Handball-Oberliga verloren. Der Tabellendritte unterlag zuhause dem Spitzenreiter FSG Mainz 05/Budenheim II mit 17:19. Am Rande der Partie gab der Verein drei Neuzugänge bekannt. Von Philipp Semmler

Am Ende wurde es noch einmal eng. Eine Wende konnte der HSV Püttlingen dem Spitzenspiel in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aber nicht mehr geben. Gegen den souveränen Spitzenreiter FSG Mainz 05/Budenheim zog der Tabellendritte im Heimspiel am vergangenen Sonntag mit 17:19 (6:11) den Kürzeren.


Hans-Werner Müller war trotz der Niederlage nicht verärgert. „Wir hatten große Personalnot. Unter diesen Umständen hat die Mannschaft vorbildlich gekämpft. Punkte waren gegen diesen Gegner ohnehin nicht eingeplant“, erklärte der HSV-Trainer. Neben den langzeitverletzten Florence Ulrich und Nathalie Wagner (beide Kreuzbandriss) fehlten Kira Martin (Urlaub), Anna Boßmann, Christina Sauer (beide privat verhindert) sowie Karoline Bittern (Erkältung). Mit Elaine Dryander saß nur eine Feldspielerin auf der Ersatzbank.

Dennoch hielten die Gastgeberinnen vor 80 Zuschauern im Püttlinger Trimm-Treff zunächst gut mit. Bis zum 6:6 nach 19 Minuten gelang es dem HSV, das Spitzenspiel offenzuhalten. Doch dann setzte sich die Reserve des Zweitligisten ab. Bis zur Pause gelangen Mainz/Budenheim fünf Treffer in Folge. Püttlingen traf dagegen nicht mehr. So hieß es 6:11. „Wir hatten es gegen die großgewachsenen Gäste-Spielerinnen im Angriff enorm schwer“, erklärte Hans-Werner Müller.



Auch nach der Pause trafen zunächst nur die Gäste. Nach 34 Minuten stand es 6:13 aus Püttlinger Sicht, ehe Lisa Vogt mit dem 7:13 die 15 Minuten dauernde Torflaute des HSV beendete. Der Spitzenreiter zeigte sich aber weiter abgezockt. Und als Johanna Holstein nach 51 Minuten zum 19:11 für die Gäste traf, mussten sich auch die letzten Optimisten unter den HSV-Anhängern damit abfinden, dass es eine Niederlage geben würde.

Immerhin: Der HSV Püttlingen konnte das Ergebnis am Ende dank sechs Treffern in Folge freundlicher gestalten. Das Tor zum 17:19-Endstand erzielte Blerta Ilazi. Sie war mit fünf Treffern beste Werferin ihrer Mannschaft, gefolgt von Marion Müller (vier Tore). Die weiteren HSV-Treffer steuerten Aline Kessler (drei), Lea Helle, Elaine Dryander (beide je zwei) sowie Lisa Vogt bei.

Trotz der Niederlage bleibt der HSV Püttlingen Tabellendritter, da auch der punktgleiche TV Bassenheim eine Niederlage kassierte. Der Tabellenvierte verlor beim SV Zweibrücken mit 24:25.

Der HSV ist nun am kommenden Sonntag um 16 Uhr beim Tabellenzehnten TSG Friesenheim zu Gast.

Am Rande der Partie gegen die FSG Mainz 05/Budenheim II hat der HSV Püttlingen drei Neuzugänge bekannt gegeben.

Mit einem Doppelspielrecht kommt in der nächsten Saison Torhüterin Jessica Wagner. Die 15-Jährige aus Merchweiler spielt in der Junioren-Bundesliga bei der HSG Bensheim/Auerbach.

Zudem hat der Oberligist Michaela Both (rechter Rückraum) und Fabienne Hoffmann (Rückraum Mitte oder Linksaußen) vom Saarlandligisten HSG Ottweiler-Steinbach verpflichtet. Hoffmann wird wegen eines Ausland-Semesters aber erst im September zum Kader hinzustoßen.

Auch Rechtsaußen Christina Sauer vom Saarlandligisten HC Saarbrücken hat für die neue Saison zugesagt. „Wir wollen unseren Kader von 14 auf 16 Spielerinnen vergrößern, um Ausfälle besser als in dieser Runde kompensieren zu können“, sagte Hans-Werner Müller.

www.hsv-puettlingen.de