HSV rettet den Sieg über die Zeit

Die Handballerinnen des HSV Püttlingen hatten den Oberliga-Aufsteiger HSG Hunsrück im Griff. Zwar machten die Gäste am Ende Druck, doch der HSV ließ sich den 22:21 (14:10)-Sieg nicht mehr nehmen.

Das Aufbäumen der Gäste kam zu spät. Erst acht Sekunden vor Schluss machte die HSG Hunsrück das Tor zum 21:22-Anschluss. Die gastgebenden Handballerinnen des HSV Püttlingen hatten keine Probleme mehr, die letzten Sekunden des Oberliga-Spiels herunterlaufen zu lassen - und feierten am Sonntag beim 22:21 (14:10) ihren dritten Sieg der laufenden Saison in der heimischen Trimm-Treff-Halle.

Im Heimspiel gegen den Aufsteiger Hunsrück übernahm Püttlingen nach einer kurzen Abtastphase das Kommando und zog mit 10:5 davon. Doch schon in der ersten Halbzeit zeigte sich, dass die Partie kein Selbstläufer werden würde. Die HSG konterte schnell und kam wieder auf 9:10 heran. Das beeindruckte auch die mitgereisten Anhänger der Gäste, die in der mit 150 Zuschauern gut gefüllten Halle für Stimmung sorgten. Bis zur Halbzeit allerdings rückte Püttlingen in diesem abwechslungsreichen Spiel die Verhältnisse wieder zurecht und ging mit einer 14:10-Führung in die Pause.

"Leider haben wir auch den Beginn der zweiten Halbzeit etwas verschlafen, was den Gegner wiederum hoffen ließ. Glücklicherweise hat die Abwehr in der Folge gut gearbeitet", sagte HSV-Trainer Hans-Werner Müller. Der Favorit gab die Führung zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand. Besonders Aleksandra Jelicic zeigte eine gute Leistung, nachdem sie zuletzt, auch wegen anhaltender Knieprobleme, nicht immer glänzte. Mit ihren präzisen Abschlüssen aus dem Rückraum hielt sie ihr Team auf Erfolgskurs und war mit neun Toren, davon zwei Siebenmeter, beste Schützin. "Auch Aline Kessler und Marion Müller haben im Angriff überzeugt. Aber besonders wichtig war mir die gute Abwehrleistung, inklusive einer sehr gut aufgelegten Conny Holz im Tor", sagte Müller.

Nach dem 22:18 war die Partie gelaufen. Auch wenn Hunsrück in den letzten Minuten noch mal Druck aufbaute und Püttlingen etwas nachließ, blieb der Sieg des HSV letztlich ungefährdet. "Es war schon ein harter Gegner, überhaupt sind es in dieser Saison die stärksten Aufsteiger der letzten Jahre", sagte Trainer Müller. Der Sieg gab dem Tabellenneunten vor den schwierigen bevorstehenden Aufgaben einen Auftrieb. Als nächstes steht am kommenden Samstag das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten TV Bassenheim an, eine Woche später tritt der HSV Püttlingen dann beim Tabellenzweiten SV Zweibrücken an.

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