Für die Kinder von Tschernobyl : Hilfstransport nach Weißrussland

Püttlinger Verein „Kinder von Tschernobyl“ hilft trotz Corona. Ein Lastwagen mit Spenden ist gestartet.

Das 20. Jahr seines Bestehens hatte man sich beim Verein „Kinder von Tschernobyl“, der seinen Hauptsitz in Püttlingen hat, wohl anders vorgestellt. Das Hauptziel des Vereins ist es, Kindern aus der Region von Tschernobyl in Belarus (Weißrussland) eine Erholungs-Freizeit in unserer Region zu bieten. Doch das musste wegen Corona abgesagt werden.

Doch eine andere Hilfs-Möglichkeit funktionierte: Nach einem ersten Hilfstransport im März ist nun ein zweiter gut beladener Lastwagen in die Region Shitkowitschi gestartet. Der Vereinsvorsitzende Manfred Klein schildert: „Im Lager in Saarbrücken wurde der Lkw einer weißrussischen Spedition beladen und auf die Reise nach Shitkowitschi geschickt. Die Ladung besteht aus privaten Hilfspaketen, die von den Gasteltern der Ferienkinder aus den  vergangenen Jahren an deren  Familien geschickt werden und aus Hilfsgütern, die der Partnerverein in Shtikowitschi an besonders hilfsbedürftige Menschen verteilt.“

Neben etwa 700 Kleiderpaketen werden Fahrräder, Kinderwagen, Kinderbetten, Spielwaren, Rollstühle und Rollatoren und rund vier Tonnen Lebensmittel verschickt. Wegen der Corona-bedingten Reisebeschränkungen können Vereinsmitglieder dem Transport nicht hinterherfahren, um die Hilfsgüter selbst zu verteilen, was in der Vergangenheit immer ein besonderes Anliegen des Vereins gewesen sei.

Die Verteilung übernimmt nun der Partnerverein „Exekutivkomitee Dorf Jurkewitschi“ mit seiner Vorsitzenden Elena Schpakewitsch. Klein: „Alles wird genauestens dokumentiert und kann jederzeit nachkontrolliert werden.“

Für den Kampf gegen das Corona-Virus hat die Vorsitzende den Verein dringlich gebeten, sie mit Mundschutzmasken, Desinfektionsmittel und Handschuhen zu unterstützen, was auch, dank Spenden, in großer Zahl gelungen sei. Der Verein hoffe auch – im Hinblick auf die  derzeitigen politischen Unruhen – „dass die Abwicklung des Hilfskonvois trotz der derzeitigen politischen Lage problemlos erfolgen kann“.