| 17:25 Uhr

Eine Frage der Vorfahrt
Kreisverkehr-te Welt in Köllerbach?

Die Baustelle zwischen Püttlinger Innenstadt und Köllerbach legte am 1. Dezember eine Winterpause ein, die Vollsperrung wurde für sechs Wochen aufgehoben. Der provisorische Kreisverkehr in Höhe des Köllerbacher Sportplatzes (Foto) wurde jedoch erst ein paar Tage später beseitigt, was für Irritationen sorgte, da die Fahrzeuge im Kreisverkehr weiterhin Vorfahrt hatten. Was jedoch von den Fahrern, die auf der Hauptstrecke geradeaus durch den Kreisel gefahren sind, nicht immer registriert wurde. Seit Mittwoch ist der Kreisel nun – vorübergehend – aus dem Verkehr gezogen.
Die Baustelle zwischen Püttlinger Innenstadt und Köllerbach legte am 1. Dezember eine Winterpause ein, die Vollsperrung wurde für sechs Wochen aufgehoben. Der provisorische Kreisverkehr in Höhe des Köllerbacher Sportplatzes (Foto) wurde jedoch erst ein paar Tage später beseitigt, was für Irritationen sorgte, da die Fahrzeuge im Kreisverkehr weiterhin Vorfahrt hatten. Was jedoch von den Fahrern, die auf der Hauptstrecke geradeaus durch den Kreisel gefahren sind, nicht immer registriert wurde. Seit Mittwoch ist der Kreisel nun – vorübergehend – aus dem Verkehr gezogen. FOTO: Walter Faas
Köllerbach. Der provisorische Verkehrskreis machte Probleme. Unabhängig davon wird über einen echten Kreisel nachgedacht. Von Walter Faas

Die Dauer-Baustelle zwischen Püttlinger Innenstadt und Köllerbach mit Vollsperrung macht sechs Wochen Winterpause (wir berichteten), die Autos dürfen also, seit 1. Dezember, so lange wieder durchfahren. Für die Umleitung war jedoch auch, in Höhe des Fußballplatzes in Köllerbach, ein provisorischer Kreisverkehr auf die Köllertalstraße (L 136) aufgemalt und entsprechend beschildert worden. Nur hatte die mit der Umstellung der Verkehrsführung beauftragte Firma den provisorischen Kreisverkehr nicht gleich mit abgebaut. Das führte zu kritischen Situationen und wütenden Hup-Protesten, weil Autofahrer auf der jetzt freien Haupt-Ortsdurchfahrt den Kreisverkehr übersehen haben und einfach durchgebraust sind.


Dem Vernehmen nach hätten „Witterungsgründe“ dazu geführt, dass der provisorische Kreisverkehr die ersten Tage nach Öffnung der Straße noch nicht rückgängig gemacht worden war. Und wer hatte in dieser kritischen Zeit die Vorfahrt? „Natürlich der Fahrer, der schon im Kreis ist. Da gilt die Straßenverkehrsordnung“, bestätigt Hans Egon Maurer, Abteilungsleiter Tiefbau des Eigenbetriebs Technische Dienste der Stadt Püttlingen.

Maurer berichtet aber auch, dass es Überlegungen gegeben habe, die provisorische Kreisverkehrsregelung auch in den besagten sechs Wochen komplett aufrecht zu erhalten, aus praktischen Erwägungen: „Da muss man nicht ständig auf- und abbauen“, so Maurer. Das ist jetzt allerdings doch nicht so gekommen, denn nun gilt am Knotenpunkt wieder die alte Regelung, nach der die Landstraße Vorfahrt hat, und die Beschilderung trägt dem ebenfalls wieder Rechnung.



Gleichwohl gebe es auch viele Anregungen von Bürgern, an dieser Stelle dauerhaft, und folglich nicht nur provisorisch, einen echten Verkehrskreis zu bauen. „Der Gedanke hat was“, so Maurer.

Zuständig für den kostenintensiven Bau eines Verkehrskreises sei allerdings nicht die Stadt Püttlingen, sondern der Landesbetrieb für Straßenbau. „Wir werden uns als Stadt Anfang des nächsten Jahres mit den zuständigen Personen in Verbindung setzen.“ Ob aus der Idee dann auch wirklich ein dauerhafter Kreisverkehr wird, ist noch offen.

In Köllerbach hatte es übrigens schon Mal einen „Kreisel-Plan“ gegeben, allerdings direkt in der Ortsmitte, an der Einmündung der Sprenger Straße (L 139) in die Ortsdurchfahrt (L 136): Als dort die Aral-Tankstelle verschwunden war, hatte der Stadtrat im Dezember 2004 für einen Kreisverkehr an dieser Stelle gestimmt. Aber Anfang 2005 wurde klar, dass das seinerzeit für die Landstraßen zuständige Wirtschaftsministerium nicht mitspielen würde: Für das Projekt benötigte Fördergelder des Ministeriums hätten, aus damaliger Sicht, frühestens 2008 gewährt werden können. Doch zu dem Kreisverkehr ist es dann auch nach 2008 nie gekommen. Den nach dem Verschwinden der Tankstelle dort angelegten Parkplatz – der auch sehr gut angenommen wurde – gibt es noch immer.