Halbfinal-Einzug ist Pflicht

Die Sportfreunde Köllerbach haben im Saarlandpokal die große Chance auf den Einzug ins Halbfinale. Denn im Viertelfinale spielt der Fußball-Saarlandligist bei Außenseiter Perl-Besch. Die SG belegt in der Verbandsliga Rang elf.

Der Fußball-Saarlandligist Sportfreunde Köllerbach spielt heute um 19 Uhr bei Verbandsligist SG Perl-Besch um den Einzug ins Halbfinale des Saarlandpokals. Die Generalprobe haben die Sportfreunde verpatzt. In der Liga verlor Köllerbach sein Heimspiel am vergangenen Samstag gegen Spitzenreiter FV Diefflen mit 0:2 (0:1). Diefflen war nach 30 Minuten durch eine Direktabnahme aus 16 Metern von Fabian Blass in Führung gegangen. Köllerbach spielte nach der Roten Karte für Michael Müller (45. Minute) eine Halbzeit lang in Überzahl, der Ausgleich gelang aber nicht. In der Nachspielzeit mussten die Gastgeber das 0:2 durch Fabian Poß hinnehmen.
Mehrere Spieler wurden geschont

"Eine unglückliche Niederlage. Das Spiel war ausgeglichen. Gerade in Überzahl hatten wir einige Chancen, aber mein Torwartkollege Enver Marina hat super gehalten", sagt Köllerbachs Schlussmann Matthias Kuhn. Priorität hat aber ohnehin der Saarlandpokal. Deshalb wurden im Spiel gegen Diefflen mehrere Spieler geschont. Torjäger Valentin Solovej (15 Treffer) saß zu Spielbeginn genauso auf der Ersatzbank wie Kapitän Mohamed Benghebrid. "Das war mit Trainer Daniel Magno so abgesprochen. Wir wollen in der Liga die bestmögliche Platzierung erreichen, aber der Fokus liegt nun mal auf dem Pokal", sagt Köllerbachs Vorstandsmitglied Bernd Gillet. "Man hat nicht jedes Jahr die Chance, mit einem Sieg gegen einen Verbandsligisten ins Halbfinale einzuziehen", ergänzt Kuhn: "Das Spiel ist extrem wichtig - für uns und für den Verein."

Mit dem Einzug ins Halbfinale könnten die Köllerbacher eine durchwachsene Saison aufpolieren. Vor der Spielzeit galten die Sportfreunde als Topfavorit auf den Aufstieg in die Oberliga. Nach der Niederlage gegen Diefflen heißt die Realität aber Tabellenplatz zehn in der Saarlandliga. "Wir haben zu selten unsere Leistung 90 Minuten auf den Platz gebracht. Das muss im Spiel gegen Perl-Besch anders aussehen, sonst bekommen wir auch dort Probleme", sagt Kuhn.

Auch Gillet warnt vor der SG, die in der Verbandsliga auf Rang elf liegt und am vergangenen Sonntag zu Hause mit 2:5 gegen den SC Großrosseln verlor: "Wir streiten sicher nicht ab, dass wir der Favorit sind, aber Perl spielt nur eine Klasse unter uns und tritt zu Hause an." Kuhns Prognose für die Viertelfinal-Partie: "Wenn wir das abrufen, was wir können, darf in Sachen Halbfinal-Einzug nichts schief gehen."