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Kfz-Meister aus Püttlingen
„Ich würde alles nochmal so machen“

Goldener Meisterbrief für Kfz-Mechanikermeister Klaus Dieter Mole. Vor 50 Jahren war er – mit 22 – der jüngste Meister seines Jahrgangs.
Goldener Meisterbrief für Kfz-Mechanikermeister Klaus Dieter Mole. Vor 50 Jahren war er – mit 22 – der jüngste Meister seines Jahrgangs. FOTO: BeckerBredel
Püttlingen. Erfüllender Beruf mit Motoren und Menschen: Der Püttlinger Klaus Dieter Mole ist seit 50 Jahren Kfz-Meister. Von Becker & Bredel und Julia Bastian

Aus dem Wunsch, Berufsfeuerwehrmann zu werden, wurde zwar nichts, dennoch kann Kfz-Mechanikermeister Klaus Dieter Mole aus Püttlingen von sich sagen: „Ich würde alles nochmal genauso machen. Beruflich und auch privat.“


Der 72-Jährige ist seit 50 Jahren Meister in seinem Metier und wurde dafür Ende September von der Handwerkskammer mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Schon mit 14 Jahren begann Klaus Dieter Mole seine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. „Eigentlich hatte ich damals den Wunsch, zur Berufsfeuerwehr Saarbrücken zu gehen. Da bei denen damals Leute aus dem Kfz-Bereich bevorzugt wurden, habe ich meine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei der Firma Grossklos in Saarbrücken angefangen“, erinnert sich der gebürtige Saarbrücker an den Beginn seiner Berufslaufbahn.



Die Aufnahmetests der Feuerwehr hat er auch alle bestanden, doch geklappt hat es trotzdem nicht: „Damals gab es eine Einstellungssperre. Es wurden keine Leute gebraucht, also blieb ich bei der Firma Grossklos.“ 1964 schloss er seine Ausbildung ab. Drei Jahre später brachte die Geschäftsleitung ihn auf die Idee, seinen Meister zu machen. Er war damals 18 Jahre alt und leitete schon eine Abteilung. „So wurde ich mit 22 Jahren der jüngste Meister unter den Kfz-Leuten meines Jahrgangs“, sagt Mole stolz.

Bis zur Rente 2009 blieb Klaus Dieter Mole Grossklos treu. „Von 1968 bis 1972 war ich in der Niederlassung in Saarlouis, bin danach aber wieder nach Saarbrücken gekommen.“

Als Abteilungsleiter habe er zwar weniger geschraubt, aber dennoch erlebte der Kfz-Mechaniker in seinem Berufsleben sehr viel. Mitte der 80er Jahre hatten er und sein Team das Außendesign eines VW Golf entworfen, der dann auch 1000 Mal verkauft wurde. „Außerdem haben wir viele Autos für die saarländische Polizei, auch für die Kriminalpolizei und das SEK, umgebaut. Die ganze Elektrik und Funkanlagen einzubauen, die man von außen nicht sehen kann, war schon sehr spannend.“

Der Abschied aus dem Beruf fiel Mole nur bedingt schwer. Denn auch wenn ihm sein Beruf und insbesondere der Kundenkontakt immer viel Spaß machte, habe er trotz Rente keine Langeweile. Mole schildert lachend: „Mit einem eigenen Haus mit einem Grundstück von 220 Metern Länge, drei Kindern, die auch schon Kinder haben und deren Haus wir mit renovieren halfen, kommt ein Gedanke an Langeweile gar nicht auf.“