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Glockenspiel für Orgel im Köllertaler Dom in Püttlingen

Noch mehr musikalische Möglichkeiten : Glockenspiel für Orgel im Köllertaler Dom

Das Teuerste an der 11 000-Euro-Investition in Püttlingen war die Umrüstung der Orgel von elektronischer auf digitale Steuerung.

Eine Orgel, vor allem eine Kirchenorgel, ist mehr als nur ein Musikinstrument – und es ist kein einfach zu handhabendes Instrument: Komplex in seiner Bauweise und seinen üppigen Funktionen, bedarf es stetiger Pflege. Und auch Erweiterungen sind möglich, wie jetzt im Köllertaler Dom, der Pfarrkirche St. Sebastian.

Claus Bär, Organist des Kirchengemeindeverbandes Püttlingen, in dem die Kirchengemeinden Liebfrauen, St. Bonifatius und St. Sebastian zusammengeschlossen sind, hat sich schon seit längerem eine klangliche Erweiterung der Orgel gewünscht. Ein Glockenspiel sollte es sein. Ein Glockenspiel, das als Vor- und Zwischenspiel hervorragend zur Chorliteratur, aber auch für festliche Konzerte geeignet sei, sagte Bär.

Jetzt stellten der Vorsitzende des Förderkreises Kirchenmusik Püttlingen, Bürgermeister Martin Speicher, Peter Müller, Vorsitzender des Kirchenchores St. Sebastian, und Vorstandsmitglied Norbert Sperling das neue Glockenspiel an der Orgel des Püttlinger Doms vor.

Es besteht aus 25 unterschiedlich langen Röhrenglocken aus Messing, zwölf sind an der linken Seite des Instrumentes angebracht, 13 auf der rechten. Organist Claus Bär steuert über die Traktur das Glockenspiel als weiteres Soloregister. Das Teuerste an der 11 000-Euro-Investition war die Umrüstung der Orgel von elektronischer auf digitale Steuerung, berichtet Bär. „Gott sei Dank“, so Peter Müller, „hatte der Förderverein dank seiner Spender und großzügiger Gönner Geld genug, um das Projekt umzusetzen.“ Der Wunsch des Organisten, aber auch der Mitglieder des Förderkreises ist nun wahr geworden. Am Heiligen Abend ab 16.30 Uhr können die Püttlinger sich auf einer klanglichen Reise von der Erweiterung der Orgel durch das Glockenspiel begeistern lassen.

1999 gründete sich der Förderkreis Kirchenmusik. Bis heute haben die etwa 80 Mitglieder 65 000 Euro in die Fortentwicklung und Pflege der Orgel gesteckt.