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Gewerbegebiet Dilsburg wird erweitert

Gewerbegebiet Dilsburg wird erweitert

Heusweiler. Das Erd- und Kabelbauunternehmen Jeras kann seine Betriebsfläche im Dilsburger Gewerbegebiet erweitern. Der Heusweiler Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit den Stimmen von CDU, FDP und der Linken dem Bebauungsplan zugestimmt. SPD, NÖL und Grüne enthielten sich

Heusweiler. Das Erd- und Kabelbauunternehmen Jeras kann seine Betriebsfläche im Dilsburger Gewerbegebiet erweitern. Der Heusweiler Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit den Stimmen von CDU, FDP und der Linken dem Bebauungsplan zugestimmt. SPD, NÖL und Grüne enthielten sich. Die Verwaltung wird somit beauftragt, den Erweiterungs-Entwurf einen Monat im Rathaus offen zu legen und das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten.Wie berichtet, plant das Unternehmen eine Erweiterung seiner Betriebsfläche um 6000 Quadratmeter. Auf dieser Fläche soll Material gelagert und eine Siebanlage betrieben werden. Später soll eventuell noch eine Lagerhalle hinzu kommen. Ein zeitweise aufgestellter Steinbrecher darf vorerst nicht mehr betrieben werden (wir berichteten). Der Lärm, der vom diesem Brecher ausgegangen war, hatte Anwohner aufgebracht. Sie waren auch am Donnerstag wieder zahlreich in der Ratssitzung erschienen und nahmen die Stimmenthaltungen mit den Worten zur Kenntnis: "Also ein einstimmiger Beschluss."

NÖL und Grüne enthielten sich, da sie zwischen Ökologie und Ökonomie schwankten. Zur SPD-Enthaltung erklärte Fraktionssprecher Gerd Werner: "Wir sollten nicht vergessen, was vor einiger Zeit im Gewerbegebiet Dilsburg mit einem Metall verarbeitenden Unternehmen passiert war." Schon damals war es zu Beschwerden gekommen. Der Altmetall-Verwerter hatte schließlich auch wegen Auflagen schließen müssen. Werner weiter: "Wir können die Probleme der Anwohner nicht ignorieren, zumal sich das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) auch schon eingeschaltet hat."

Die Proteste der Anwohner, so Werner, hätten zur SZ-Berichterstattung und zum Einschreiten des LUA geführt, weshalb der Steinbrecher aus dem Verkehr gezogen worden sei. Diese Schlussfolgerung sei falsch, sagte Bürgermeister Thomas Redelberger. Und Bauamtsleiter Albert Dörr erklärte: "Die Gemeinde hatte die Bürger aufgefordert, sich bei uns zu melden, wenn der Steinbrecher in Betrieb ist. Als es im Juli ganz massiv wurde, hat die Gemeinde das LUA angeschrieben." Dass dieses für das Abschalten und den Abtransport der Anlage sorgte, habe sich verzögert, "es lag nicht an der Gemeinde, dass das LUA so spät aktiv wurde".

Themen-Verquickung

Jörg Schwindling (CDU) betonte: "Der Stein des Anstoßes ist der Brecher gewesen. Doch der Brecher hat mit der Erweiterung des Gewerbegebietes gar nichts zu tun, weil er dort gar nicht zugelassen ist. Insofern ist das Verhalten der SPD reine Polemik. Die Einwände der Öffentlichkeit wurden abgewogen und berücksichtigt. Es besteht kein Anlass, der Erweiterung nicht zuzustimmen." Und Hans-Kurt Hill (Linke) erklärte: "Es geht um die bleibende Ansiedlung eines Unternehmens, das unsere Gemeinde auch verlassen könnte. Wir sollten dem Unternehmen die Chance geben zu erweitern. Sollte es den Steinbrecher aber weiter betreiben, muss es mit Konsequenzen rechnen."