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Gesichts-Schilde aus dem 3D-Drucker von Azubis für Püttlinger Klinik

Azubis von Saarstahl und Dillinger fertigen Virenschutz-Visiere : Gesichts-Schilde für Kliniken aus dem 3D-Drucker

Moderne Technik macht’s möglich: Auszubildende von Saarstahl in Völklingen und Dillinger (Dillinger Hütte) fertigen mit Hilfe von 3D-Druckern „Face Shields“ („Gesichts-Schilde“):  An wie dicke Stirnbänder wirkende Kunststoff-Tragegestelle werden dünne, biegsame Plexiglasscheiben befestigt, die so vor dem Gesicht getragen werden können.

Cornelis Wendler, Leiter Bildung und Personalentwicklung, und Ausbilder Christian Salm konnten nun 150 solcher Visiere an das Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen übergeben. Der Kontakt zwischen Klinik und Hüttenbetrieben kam durch die Initiative „Maker vs. Virus“ zustande: Die deutschlandweite Aktion bringt Menschen und Organisationen zusammen, die auf der einen Seite dringend Ausrüstung oder Ersatzteile brauchen, auf der anderen Seite die potentiellen Hersteller. Dillinger und Saarstahl produzieren mit ihren 3D-Druckern in den Ausbildungswerkstätten „Face Shields“ für den saarländischen Teil der Initiative, die Krankenhäuser, Arztpraxen und sonstige Institutionen unterstützt. Dillinger Und Saarstahl berichten in einer Presseerklärung: „Das Face Shield ist die erste Barriere gegenüber dem Virus und kann helfen, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. In der Ausbildungswerkstatt werden pro Tag 21 Face Shields produziert, die über ‚Maker vs. Virus’ an die Organisationen verteilt werden, die Bedarf haben.“

Erste 3D-Drucker gab es 1988 im Handel, inzwischen sind sie deutlich weiterentwickelt. Mit den computergesteuerten Geräten werden Schicht um Schicht Materialien – meist Kunststoffe – aufgetragen und miteinander verbunden (durch Verschmelzen oder chemisch), bis die gewünschte Form entstanden ist.