| 20:18 Uhr

Gesänge aus dem Paradies

Köllerbach. "Eines der bedeutendsten Highlights des Jahres im Saarland", kommentierte eine Zuhörerin das Chorkonzert mit dem Abiturjahrgang 2010 des Dresdner Kreuzchores unter dem Motto "canta d'elysio - Gesänge aus dem Paradies". In der gotischen Martinskirche in Köllerbach

Köllerbach. "Eines der bedeutendsten Highlights des Jahres im Saarland", kommentierte eine Zuhörerin das Chorkonzert mit dem Abiturjahrgang 2010 des Dresdner Kreuzchores unter dem Motto "canta d'elysio - Gesänge aus dem Paradies". In der gotischen Martinskirche in Köllerbach. überzeugten die dreizehn jungen Männer um die 21 Jahre mit geistlichem und weltlichem quer durch die Musikgeschichte. Unschwer merkte man die dreizehnjährige Chorerfahrung in einem der berühmtesten deutschen Chöre. Den Anfang machte Mendelssohns "Jauchzet dem Herrn". Dann schritten die Sänger die Geschichte der geistlichen Musik ab, allen voran Josquin Desprez, ein Meister der frühen Renaissance, gefolgt von Johann Schop, Georg Neumark und Wolfgang Amadeus Mozart. Neue Tönen kamen mit Francis Poulencs Vertonung von vier Gebeten des Franz von Assisi. Den Übergang zum weltlichen Teil, in dem Natur- und Liebeslieder zu hören waren (die Trinklieder hoben sich die jungen Männer für die Feier nach dem Konzert auf), gestaltete Benjamin Huth brillant an der Orgel mit der Sonate Nr. 2 (op. 65,2) von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Wer dann meinte, Dresdner Kreuzchorknaben singen nur erbaulich, irrte sehr: Das Angebot reichte von Glücks "In einem kühlen Grunde" und Silchers "Ännchen von Tharau" über die "Hochzeit der Frösche" und den "kleinen grünen Kaktus" bis zu den Wise Guys. Das Publikum in der sehr gut besetzten Martinskirche dankte durch lang anhaltenden Applaus, die Stimmung in der Martinskirche, bei den weltlichen Liedern voll froher Heiterkewit, war kaum zu überbieten. Die jungen Männer des Kreuzchores kündigten an: Wir kommen wieder. jc

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