Geruchsprognose zur Wahlbeteiligung im Köllertal

Urnengang : Geruchsprognose zur Wahlbeteiligung

Europa-, Kommunal- und Bürgermeisterwahlen im Köllertal bei Spaziergang-Wetter.

Sollte der Schreiber dieser Zeilen eine Prognose abgeben, dann würde er sagen: Die Wahlbeteiligung an der Europawahl und an den Kommunalwahlen fällt – zumindest im Köllertal – diesmal  höher aus als beim vorigen Mal. Das sagt ihm jedenfalls seine Nase: Die Luft in seinem Püttlinger Wahllokal hat schon um 10.10 Uhr einen ziemlich verbrauchten Geruch. Zehn Bürger sind da, um ihre Stimmen abzugeben, und es gibt sogar  – wegen der Fülle der abzugebenden Wahlzettel – einen kleinen Stau vor den zwei Wahlkabinen. Ein Wahlbeobachter vor Ort sagt allerdings, dass um diese Zeit Aussagen zur Wahlbeteiligung noch kaum machbar sind, da die Menschen stoßweise kommen und es zwischendrin auch immer mal Leerlauf gibt.

Auf dem Weg in die Redaktion lassen sich dann einige Spaziergänger beobachten, ein paar mit Wahlzettel in der Hand – offenbar werden die Wahlen und das schöne Wetter als Gelegenheit für einen kleinen Vormittagsspaziergang genutzt – auch die kleine Herde Ungarischer Steppenrinder, die im Rahmen eines Beweidungsprojektes am Köllerbach grast, nimm in aller Ruhe ein Sonnenbad.

Für eine höhere Wahlbeteiligung spricht auch die höhere Briefwahlbeteiligung: Rund 3500 Püttlinger Bürger hatten sich bis Donnerstag an der Briefwahl beteiligt. Bei den Europa- und Kommunalwahlen 2014 waren es nur 2341 gewesen.

In Riegelsberg hatten sich bis Donnerstag schon etwa 2800 Bürger an der Brief-Europawahl und -Gemeinderatswahl beteiligt, im Jahr 2014 waren es unter 1900 gewesen.  In Heusweiler gab es bis Donnerstag rund 3060 Briefwähler – das waren 42 Prozent mehr als 2014 – damals waren es 2154 Briefwähler.

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