Ganz schön heiß im Köllertal

Das Köllertal schwitzt – wir schwitzten mit und haben uns gestern umgesehen, wo die Menschen Zuflucht vor der Hitze suchen und wo die Arbeit durch die Temperaturen besonders hart wird.

Im Riegelsberger Schwimmbad fand man gestern die ersehnte Abkühlung.
Innere Kühlung: Gabi Wenk genießt einen Eisbecher im Eiscafé Trento in Heusweiler.
Bauarbeiter trifft es derezeit besonderrs hart: Christoph Senz (links) und Thorsten Wagner an der Baustelle des neuen Busbahnhofs in Püttlingen.

Eine starke Hitzewelle mit Temperaturen über 36 Grad hat das Saarland plötzlich im Griff. Das Köllertal brütet unter sengender Sonne. Aber die Hitze sorgt nicht nur für großes Stöhnen. So freut man sich etwa in den Eiscafés in der Region. Im Eiscafé Trento in Heusweiler herrschte zum Beispiel gestern Hochbetrieb: "Bisher waren bereits über dreihundert Gäste in unserer Eisdiele. Für den Rest des Tages rechnen wir noch einmal mit mindestens der gleichen Menge", so Silan Ak, Mitarbeiterin der Eisdiele. Sie schildert: "Am liebsten essen die Leute die klassischen Sorten wie Vanille und Schokolade, aber auch unser Snickers-Eis ist sehr begehrt." Für die 23-Jährige selbst geht nichts über ein Bällchen Raffaello-Eis.

Kundin Gabi Wenk verbringt die Zeit, in der sie auf die Reparatur ihres Autos warten muss, in der Eisdiele: "Als Abkühlung gönne ich mir einen Kokosbecher", sagt die 66-Jährige zufrieden. Ansonsten kühlt die Selbstständige sich mit der Klimaanlage in ihrem Auto oder verbringt Zeit an ihrem Arbeitsplatz im kühlen Keller.

Auch das Freibad in Riegelsberg ist am Donnerstagmittag natürlich gut besucht. Die Kinder Lenja, Amelie und Leonie können sich keine bessere Abkühlung vorstellen als das kühle Nass. "Ich habe eine Jahreskarte für das Bad und bin auch fast jeden Tag hier", erzählt uns die achtjährige Lenja. Sie und ihre Freundinnen haben heute schulfrei und genießen das Wasser.

Dennoch sind die hohen Temperaturen nicht für jeden gut zu ertragen, und manche Berufsbranchen trifft es besonders hart. Die Bauarbeiter Christoph Senz und Thorsten Wagner arbeiten täglich neun Stunden an der Baustelle des neuen zentralen Busbahnhofs in Püttlingen: "Wir machen mittags eine halbe Stunde Pause. Vor der Sonne schützen wir uns mit Sonnencreme, Hut, und selbstverständlich trinken wir sehr viel. Mindestens drei bis vier Liter Wasser am Tag", so Christoph Senz. Für den 52-Jährigen sind die Arbeiten unter der prallen Sonne bei diesen Temperaturen sehr anstrengend. Daher kühlt er zwischendurch seine Arme und sein Gesicht mit Wasser.