| 20:15 Uhr

Frösche auf der Balz-Walz
Frösche verspätet, dafür heftig auf Wanderung

Frosch-Gewimmel: Blick in einen Sammel-Eimer der Amphibienschützer des Nabu Köllertal, März 2018.  FOTO: schm
Frosch-Gewimmel: Blick in einen Sammel-Eimer der Amphibienschützer des Nabu Köllertal, März 2018. FOTO: schm FOTO: Hans-Joachim Schmidt
Püttlingen. Sie wandern wieder über Köllertaler Straßen: Der späte Wintereinbruch in der zweiten Februarhälfte hat die Wanderung der Amphibien – Frösche, Kröten und  Molche – zu ihren Laichgewässern ausgebremst. „Dabei haben wir uns intensiv bemüht, dass die Schutzzäune bereits zum 15. Februar standen, aber die Wanderung setzte erst zum 7. März ein“, stellt Franz Bund, der Projektleiter beim NABU Köllertal, fest.

Sie wandern wieder über Köllertaler Straßen: Der späte Wintereinbruch in der zweiten Februarhälfte hat die Wanderung der Amphibien – Frösche, Kröten und  Molche – zu ihren Laichgewässern ausgebremst. „Dabei haben wir uns intensiv bemüht, dass die Schutzzäune bereits zum 15. Februar standen, aber die Wanderung setzte erst zum 7. März ein“, stellt Franz Bund, der Projektleiter beim NABU Köllertal, fest.


Die Wanderung begann dann aber auch umso intensiver, denn die jetzt wieder relativ milden Nachttemperaturen, verbunden mit Nebel und Regen, führen dazu, dass sich vor allem die Frösche als erste Lurchart auf den Weg machten. Sie haben in Teichen, Bächen oder Erdhöhlen überwintert und haben auf ihrem Weg zum Laichgewässer bereits ihren Partner gefunden. Männchen umklammern ihr Weibchen und lassen sich gerne zur Fortpflanzung tragen. So sitzen sie häufig schon im „Doppelpack“ in den Eimern am Schutzzaun, wo sie von den fleißigen Helferinnen und Helfern des NABU Köllertal eingesammelt und über die Straße transportiert werden.

Am Völklinger Wildpark wurden zwischen Völklingen und Püttlingen bereits über 500 Tiere – vorwiegend Frösche – eingesammelt, in der verlängerten Von-der-Heydt-Straße über 200. Es wird noch etwa vier Wochen – bis Mitte April – dauern, bis auch die Kröten, als letzte Lurchart, ihre Wanderung beenden und die Zäune wieder abgebaut werden können.



In den Laichgewässern wird man in Kürze große Laichballen von 700 bis 3000 Gallert-Eiern entdecken, die typisch für die Fortpflanzung der Frösche sind. Kröten spannen Laichschnüre an Pflanzen, die aus 3000 bis 6000 Eiern bestehen. Molche, die ebenfalls häufig an den Schutzzäunen eingesammelt werden, heften 100 bis 300 Gallert-Eier an Wasserpflanzen oder Falllaub.

Wer beim Transport der geschützten Tiere helfen will, der bekommt Informationen bei Franz Bund, Telefon (0 68 98) 6 75 34, oder per E-Mail an: nabu-koellertal@gmx.de.