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Fleißige Helfer beim Frühjahrsputz

Fleißige Helfer beim Frühjahrsputz

Mehr als 1300 Köllertaler haben mitgemacht bei „Saarland picobello“. Wir haben Kinder der Köllertalschule begleitet.

Am Wochenende strömten rund 1320 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Riegelsberg, Heusweiler und Püttlingen in Wiesen und Wälder, um Papier-, Plastik,- Haus- und Sperrmüll aus der Natur zu fischen. Als Teil der Frühjahrsputzaktion "Saarland Picobello", die seit 14 Jahren vom Entsorgungsverband Saar (EVS) organisiert wird und bei der sich diesmal gut 26 000 Saarländer engagiert haben.

Im Köllertal beteiligten sich neben Kindergärten, Schulen, Umwelt- und Hilfsorganisationen auch Sportvereine, Parteien, Bürgerinitiativen, kommunale Bedienstete und Flüchtlinge.

Die Saarbrücker Zeitung begleitete Schüler der Köllertalschule (staatliche Förderschule körperliche und motorische Entwicklung) am Freitagvormittag. In zwei Gruppen waren die geistig- und/oder körperlich sowie lernbehinderten Kinder und Jugendliche im Einsatz. Ausgestattet mit gelben Schutzhandschuhen, Holzzangen und Müllbeuteln durchforsteten die Schüler und ihre Lehrkräfte den Parkplatz rund ums Trimmtreff in Püttlingen sowie die angrenzenden Wiesengelände bis hin zum Seniorenspielplatz am Köllerbach.

Lange zu suchen brauchten die kleinen Umweltschützer nicht. Zigaretten, Kronenkorken, Bierflaschen, Plastikmüll und Silberschnipsel fanden sie in rauen Mengen. "Hier liegen ganz viel Scherben", ruft der 16-jährige Tim ganz aufgeregt. "Lass sie liegen, ich komme mit dem Kehrbesen", erklärt ihm Michael Reuter, der Klassenleiter der Klassenstufe 5. Zusammen mit seinem Kollegen Georg Schönberger hilft er den Schülern, die Scherben zusammenzukehren und in den Müllsack zu befördern. "Ein wichtiger Grund, warum wir an dieser Aktion teilnehmen, liegt darin, den Kindern ein Gefühl für ihre Umwelt zu vermitteln", erklärt Reuter. "Wir warten nicht, bis andere den Müll wegmachen, wir ergreifen selbst die Initiative."

Die Schüler freuen sich über jedes Schnipselchen Müll, das sie aus den Parkbuchten und Pflanzbeeten herausziehen. "Es ist gut, Ordnung zu schaffen", sagt Tim und steckt glücklich eine plattgefahrene Aluminiumdose in den Müllsack, den ihm Dagmar Hück-Klein (pädagogische Fachkraft) hinhält. Leonard (11) hilft eifrig mit, Kronkorken einzusammeln und sagt: "Es ist schön, draußen zu sein und was Gutes zu tun."

"Schau mal, eine Schnecke," ruft Leon. "Und hier ein Tausendfüßler, die kommen nicht in den Müllsack." Die Kinder begutachten neugierig die interessanten Fundstücke von Leon, dann inspizieren sie die Wiesen, Wege, Parkplätze rund um ihre Schule weiter nach Dingen, die nichts in der Natur zu suchen haben.

Nils (8) fragt sich, warum so viel Müll in den Wiesen liegt, und Nico (7) sagt: "Das ist doch blöd, wenn die Großen so was machen." "Das war ein Schwein", meint Tim.

Als die Kinder nach eineinhalb Stunden wieder in die Schule zurückkehren, haben sie drei Müllsäcke befüllt.

"Im Unterricht werden wir mit den Kindern die Müllsammelaktion kindgerecht aufarbeiten und ihr Bewusstsein für eine saubere Umwelt schärfen", erklären Isabell Würth und Ilka Geißler, die ihre Schützlinge für ihr Engagement immer wieder loben.