Finanzspritze für Wildvögel

Die Wildvogelauffangstation zieht im Frühling vom Haus Waldkauz in die ehemalige Püttlinger Stadtgärtnerei um. Die Stadt stellt das Objekt kostenlos bereit.

Bald werden in der ehemaligen Püttlinger Stadtgärtnerei neue Töne erklingen: Umweltminister Reinhold Jost hat gestern für den neuen Standort der Zentralen Wildvogelauffangstation Köllertal 150 000 Euro an den Vorsitzenden des Naturschutzbundes im Saarland (Nabu), Uli Heintz, übergeben. Der Umzug vom Haus Waldkauz auf der Ritterstraße in die ehemalige Stadtgärtnerei sei im Frühling 2017 vorgesehen, teilt das Umweltministerium mit.

"Ein großer Dank gilt den Kooperationspartnern der Nabu- und Naturschutzverbände, die sich der Suche nach einem neuen Standort der Zentralen Wildvogelauffangstation im Köllertal angenommen haben. Mit der Unterstützung der Stadt Püttlingen kann aus der Übergangslösung im Haus Waldkauz endlich eine neue und bedarfsgerechte Auffangstation in den Räumen der ehemaligen Stadtgärtnerei etabliert werden", betonte Jost bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Die Stadt Püttlingen stelle die ehemalige Stadtgärtnerei kostenlos zur Verfügung. "Für den Nabu im Saarland erfüllt sich mit dieser außergewöhnlichen Unterstützung ein lange gehegter Wunsch", sagte Heintz, "der am Ende vor allem der heimischen Vogelwelt zu Gute kommt."

Die finanziellen Zuwendungen aus dem Umweltministerium stammen aus einem Sonderinvestitionsprogramm, das Jost für den Tierschutz ins Leben gerufen hat. Die Gesamtkosten des Umbaus betragen 157 900 Euro. Den Eigenanteil von 7900 Euro an den Maßnahmekosten übernimmt der Nabu Saar.

Die sechs Kooperationspartner (Nabu-Ortsgruppe Köllertal; Nabu-Ortsgruppe Riegelsberg; Nabu Saarland; Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen ; Stadt Püttlingen ; Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz) hatten Anfang November einen Kooperationsvertrag zur Errichtung und zum Betrieb der Zentralen Wildvogel-Auffangstation im Saarland unterschrieben. Mit der finanziellen Zuwendung erfüllt das Ministerium einen vertraglich festgelegten Leistungsanteil.

Bereits im Laufe dieses Jahres hatte das Ministerium mit einer Zuwendung dem Nabu als Betreiber der Zentralen "WiVo-Station" 20 000 Euro für die Finanzierung von zwei geringfügig Beschäftigten für die Jahre 2016 und 2017 gewährt. Des Weiteren übernimmt das Ministerium die laufenden Kosten für Futter, Tierarzt, Medikamente und Fahrtkosten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel von 10 000 Euro im Jahr.