Fastnacht mit Maggi und Marmelade

Die KfD-Frauen von St. Sebastian können auch Fastnacht: Sie schlüpften in viele Rollen und begeisterten ihr Publikum an zwei Veranstaltungstagen mit Sketchen, Büttenreden und Show.

Zweimal volles Haus, tosender Applaus für die Akteure, viele Schunkler und jeweils drei vergnügliche Stunden, all das boten die beiden Faschingsveranstaltungen der KfD St. Sebastian am Donnerstag und am Freitag im Pfarrheim St. Sebastian.

Eine fröhliche Schar Besucher hatte sich im Pfarrsaal eingefunden, als die Akteure unter Anführung von Brigitte Pozzi als Hexen einmarschierten. Die gutgelaunte Truppe, zu der auch Monika Scherer, Jutta Wahl, Franziska Pozzi, Uli Prinz, Andrea Maschke, Nicole Chouteau und Steffi Scherer gehörten, brachte mit ihren schönen Kostümen, fröhlichen Tänzen und Gesängen die Zuschauer gleich in die richtige Stimmung.

Ein Wechsel von kleinen Sketchen, Büttenreden und Tänzen zeigte das schauspielerische, parodistische und tänzerische Talent der KfD-Frauen, die fünf Wochen lang die einzelnen Nummern mit viel Fleiß einstudiert hatten.

Viel Lacher erntete die Sprechstunde beim Hausarzt, dessen Patient etwa den Beipackzettel missverstand und die Medizin "in Wasser", spricht in einer Badewanne einnahm, oder die Ehefrau, die ihren Mann bei der Polizei als vermisst meldete. Nachdem sie beschrieben hatte, wie er aussieht, nämlich leicht kahlköpfig, mit roter Schürze mit "weißen Tuppen", nicht mehr gut zu Fuß und schwerhörig, meinte sie: "Ach vergessen Sie die Suche, so einen finde ich doch an jeder Ecke." Was beim Hausbau alles schief gehen kann, oder welche Probleme Mutter und Tochter haben, traf ebenfalls den Geschmack der Zuschauer.

Richtig aus dem Häuschen geriet das Publikum, als Andrea Maschke und Brigitte Pozzi zeigten, wie unterschiedlich sich Frauen schminken, die eine mit Creme, Puder, Rouge, Lippenstift, Augenbrauenstift, Kamm, Haarspray und Parfüm, die andere mit Margarine , Mehl, Marmelade, Tomatenmark, Schuhcreme, Klobürste, Sagrotan und Maggi. Wer da wohl besser ausgesehen hat?

Die Leiche geht lieber zu Fuß



Dass Beerdigungen teuer sind, davon erzählte der Sketch vom Tod des alten Jakob, dessen Ehefrau immer kleinlauter jegliche Besonderheiten der Bestattung streicht, so dass am Schluss nur noch die Fahrt im Leichenwagen übrig bleibt. Dies kommentierte der Verstorbene: "Lass gut sein, ich geh zu Fuß."

Die Tanzmäuse der DJK Püttlingen , die donnerstags als Pippi Langstrümpfe auftraten, und die Jazz-Dance-Gruppe der DJK Püttlingen , die freitags ihr Können zeigte, rundeten das gelungene Programm ab. Zur Musik von Helmut Saar schunkelten und sangen die Zuhörer und Akteure in fröhlicher Runde bis in den Abend.