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„Es juckt mich, Trainer zu sein“

„Es juckt mich, Trainer zu sein“

Daniel Magno hat in Köllerbach Davit Bakhtadze als Spielertrainer beerbt. „Ich bin schon lange im Verein, bin alt genug – es war direkt klar für mich, dass ich das mache“, sagt der 37-Jährige, der zum Einstand einen Sieg feierte.

Anderthalb Wochen ist es her, dass Davit Bakhtadze seinen Rückzug vom Trainerposten bei den SF Köllerbach bekannt gab. Die Suche nach einem Nachfolger hatte nicht lange gedauert. Mit Daniel Magno stand ein erfahrener Co-Trainer in den Startlöchern, der sich nicht zweimal bitten lassen musste, das Amt von Bakhtadze zu übernehmen (wir berichteten). "Ich bin schon lange im Verein, bin alt genug - es war direkt klar für mich, dass ich das mache", sagt der 37-Jährige. Bis auf eine zweijährige Unterbrechung steht der Franzose seit zehn Jahren in Köllerbach unter Vertrag. Anfangs als Spieler, seit seiner Rückkehr nach dem Intermezzo beim SV Klarenthal und beim SC Halberg Brebach vor gut anderthalb Jahren auch als Co-Trainer.

"Ich war lange als Spielführer unterwegs und mittlerweile juckt es mich auch, Trainer zu sein", sagt Magno, der in seiner ersten Zeit in Köllerbach bereits die Kapitänsbinde trug. Die Karriere des Innenverteidigers begann in seiner Heimat beim CS Stiring-Wendel, ehe er mit 16 Jahren in die Jugendabteilung des 1. FC Saarbrücken wechselte. 1997 rückte Magno zu den Amateuren auf, wo er sich zum Kapitän und Stammspieler mauserte. Auch in der ersten Mannschaft in der damals drittklassigen Regionalliga kam er zum Einsatz. "Mein erstes Spiel in der Regionalliga werde ich nicht vergessen. Damals war ich noch A-Jugendspieler", erinnert sich Magno, der auch einmal Teil des Zweitliga-Kaders des FCS war und 2002 bei der 0:5-Niederlage gegen den damaligen Erstligisten Arminia Bielefeld im DFB-Pokal 90 Minuten durchspielte.

Als kurz nach Magnos Wechsel zum FC Kutzhof sich der Verein vom Oberliga-Spielbetrieb zurückzog, stand der damals 27-Jährige mit leeren Händen da. "Ich hatte nichts mehr, keine Arbeit, keinen Fußball, nichts", sagt Magno: "Dann habe ich bei einem Turnier in Großrosseln Sammer Mozain getroffen, der mich gefragt hat, ob ich Interesse hätte, nach Köllerbach zu kommen. Und seitdem bin ich hier."

Für Magno ist Köllerbach die erste Station als Cheftrainer. Nach einer durchwachsenen Hinrunde unter Spielertrainer Bakhtadze, der den Titelfavoriten nur auf Tabellenplatz acht führte, hat Köllerbach im ersten Spiel unter Magno am Samstag beim Tabellendritten VfL Primstal mit 3:1 gewonnen. "Wir haben einige junge Spieler. Ich will den Jungs helfen, etwas zu erreichen", sagt er vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Reimsbach an diesem Samstag um 14.30 Uhr: "Wenn sie auf das hören, was ich sage, denke ich, dass ich einige von ihnen mit meinen 20 Jahren Erfahrung als Spieler nach vorne bringen kann." Ob Magno nach der Saison auch als Spieler weitermacht, weiß er noch nicht. "Das kommt auch darauf an, was meine Frau und meine Kinder sagen", erklärt er mit einem Grinsen: "Ich denke aber nicht, dass ich noch viel spielen werde. Ich bin in ein Alter gekommen, in dem es auch mal reicht."