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Erneute Einbahn-Regel regt auf

Die Ismertstraße in der Püttlinger Ortsdurchfahrt ist, wie hier im Hintergrund zu erkennen, wieder zur Einbahnstraße geworden. Autofahrer müssen nach links oder rechts in die Marktstraße einbiegen. Die LfS-Projektleiter Carsten Kussani und Thomas Lawitschka von der Tief- und Straßenbaufirma Diesler (hinten, von links) begutachten die Arbeiten an der Straßenkreuzung. Foto: aki
Die Ismertstraße in der Püttlinger Ortsdurchfahrt ist, wie hier im Hintergrund zu erkennen, wieder zur Einbahnstraße geworden. Autofahrer müssen nach links oder rechts in die Marktstraße einbiegen. Die LfS-Projektleiter Carsten Kussani und Thomas Lawitschka von der Tief- und Straßenbaufirma Diesler (hinten, von links) begutachten die Arbeiten an der Straßenkreuzung. Foto: aki FOTO: aki
Püttlingen. Im Reigen der zahlreichen Püttlinger Straßenarbeiten begann am Donnerstag auch die Erneuerung der Ampelanlagen in der Ortsdurchfahrt, genau in der Stadtmitte. Die erneute Einbahn-Regelung in der Ismertstraße und die vielen Bauarbeiten sorgten für Beschwerden. Daher gab es nun einen Ortstermin mit dem Landesbetrieb für Straßenbau, der erklärte, was warum notwendig ist. Fred Kiefer

Die Häufung der Baustellen in Püttlingen und Köllerbach nervt schon jetzt manche Bürger. "Da schafft ja gar niemand" oder auch "Warum zwei Mal Baustellen hintereinander an der gleichen Stelle? - Geht das nicht in einem Aufwasch?" - So und ähnlich lauten die detaillierteren Beschwerden. Doch manches, was für Laien wie ein Grund zur Beschwerde wirkt, ist begründet dadurch, dass man Arbeiten in bestimmter Abfolge erledigen und zudem für die Sicherheit der Arbeiter und Verkehrsteilnehmer sorgen muss. Das erklärte - nachdem sich Beschwerden gehäuft hatten - Klaus Kosok, Sprecher des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS), am Montag bei einem Ortstermin in der Püttlinger Innenstadt. Ebenfalls dabei waren die LfS-Projektleiter Carsten Kussani und Thomas Lawitschka von der bauausführenden Firma Diesler.


Derzeit bauen der LfS und die Energis-Netzgesellschaft an mehreren Stellen im Ort gleichzeitig. Die Ortsdurchfahrt ist die Landstraße 136. Sie führt von Walpershofen durch Köllerbach und Püttlingen in Richtung Völklingen und trägt die Straßennamen Hauptstraße, Köllertalstraße, Ismertstraße und Bahnhofstraße. Täglich, sagt Kosok, ist diese Ortsdurchfahrt mit mehr als 8000 Fahrzeugen belastet. Als eine der beiden Hauptverkehrsachsen des Köllertals (neben der Bundesstraße 268, die als Trierer- und Saarbrücker Straße durch Heusweiler und Riegelsberg führt) ist sie für den Berufsverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr von besonderer Bedeutung. So verbindet die L 136 auch Heusweiler mit Völklingen.

Baustellen auf der Route führen naturgemäß zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Kosok betont daher, dass die derzeitigen Arbeiten zur Erneuerung der Ampeln in der Püttlinger Ortsmitte extra auf die verkehrsärmere Zeit der Sommerferien gelegt wurden.

Ampeln arbeiten zusammen

An gleicher Stelle hatte erst kürzlich die Energis Tiefbaumaßnahmen erledigt. Doch der LfS, so Kosok, habe die eigenen Arbeiten aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht schon im Rahmen der Energis-Arbeiten erledigen können, und er könne es auch nicht im Zuge der noch geplanten Arbeiten, bei denen dann Kanäle der Stadt erneuert werden.



Die beiden Ampelanlagen an den nur wenige Meter entfernt liegenden Knotenpunkten (an den Kreuzungen L 136/Marktstraße und L 136/Pickardstraße) seien elektronisch und funktional miteinander verbunden. Durch diese Abstimmung aufeinander sollen sie einen optimalen Verkehrsfluss gewährleisten. Da die unterirdischen Leitungen des Ampel-Systems erneuert werden müssen, musste die Ismertstraße wieder vorübergehend zu einer Einbahnstraße werden, durch die man nur aus Richtung Völklingen fahren kann.

Wichtig war dabei auch, Platz zum Aufstellen und Arbeiten der Maschinen zu schaffen und zudem eine sichere Fußgängerführung am Baufeld vorbei. Ebenso musste die Sicherheit der Arbeiter in der engen Ismertstraße gewährleistet werden.

Die Einbahn-Regelung bietet immerhin einen Vorteil, so Kosok: "Mit der halbseitigen Sperrung der Ismertstraße konnten wir die Einrichtung einer stark verkehrshemmenden Vierwege-Ampelregelung vermeiden."