Erfolgreich fürs Sportabzeichen geschwitzt und gerackert

Püttlingen · „Isch honns geschaffd!“ 150 Menschen aller Generationen erwarben in diesem Jahr in Püttlingen das Deutsche Sportabzeichen, darunter auch Mitglieder einer syrischen Familie. „Das ist gelebte Integration“, heißt es aus den Vorständen der beteiligten Vereine.

 150 Frauen, Männer und Kinder hatten dieses Jahr in Püttlingen erfolgreich ihre Prüfungen fürs Sportabzeichen abgelegt und konnten kürzlich im Vereinsheim Breitwies ihre Urkunden in Empfang nehmen – unter den Geehrten auch Muhamed Ahmad, der hier von den Trainern Günther Wirtz und Hubert Wingen (grünes Hemd) seine Auszeichnung erhält. Foto: Jenal

150 Frauen, Männer und Kinder hatten dieses Jahr in Püttlingen erfolgreich ihre Prüfungen fürs Sportabzeichen abgelegt und konnten kürzlich im Vereinsheim Breitwies ihre Urkunden in Empfang nehmen – unter den Geehrten auch Muhamed Ahmad, der hier von den Trainern Günther Wirtz und Hubert Wingen (grünes Hemd) seine Auszeichnung erhält. Foto: Jenal

Foto: Jenal

Angetrieben von der Freude an der eigenen Leistung gingen die "Stammgäste" und viele Sportabzeichen-Neueinsteiger in Püttlingen dieses Jahr wieder an ihre Grenzen. Nicht allein ums möglichst schnelle Rennen, flotte Schwimmen, weite Werfen, um Kraft, Ausdauer, Koordination, ging es, sondern auch um das Thema Integration. Die Trainer Günther Wirtz vom Turnverein Püttlingen und Hubert Wingen von der DJK Köllerbach blicken zurück: Als das Training für das Sportabzeichen begonnen habe, "freuten wir uns zum einen über die vielen Ersteinsteiger, und zum anderen über die Menschen aus anderen Nationen".

Wie können Vereine bei der Integration von Zugezogenen helfen? Wirtz: "Für uns, beim Turnverein Püttlingen beziehungsweise bei der DJK Köllerbach, war schnell klar: Dafür eignet sich die Sportabzeichengruppe ganz vorzüglich."

Die Integration ausländischer Familien sei aber letztlich nicht allein der Initiative der Vereinsvorstände zu verdanken, sondern auch dem Engagement einzelner Mitglieder. Wirtz: "Da war zum einen Christoph Rech, der Sprachlehrer, der die Migranten mitbrachte und selbst auch kräftig mitmachte, und zum anderen Uwe Sander, der Behindertenbeauftragte der Stadt Püttlingen , der immer ein gutes Wort hatte. Oder auch Hilke Wunn, die uns zwischendurch so gut bewirtete."

Zum Gelingen der Integration brauche es, so Wirtz, aber auch Menschen, "die bereit sind, sich zu integrieren, sich zu öffnen, Leute die regelmäßig kommen, hilfsbereit und freundlich sind und so auch Freunde wurden." Als Beispiel nannte Wirtz den in Köllerbach lebenden Muhamed Ahmad und seine Kinder, die aktiv und letztlich erfolgreich am wöchentlichen Training und der Sportabzeichen-Abnahme teilgenommen hatten.

Teilnehmer von sieben bis 77

Nun gab es auch, im Rahmen einer Weihnachtsfeier im Vereinsheim Breitwies, die begehrten Urkunden und Nadeln. Dank der Unterstützung durch den Turnverein Püttlingen , der DJK Köllerbach und der Skiabteilung, so Trainer Wirtz, konnten wieder 150 erfolgreiche Teilnehmer geehrt werden. "Und wenn im nächsten Jahr noch die Turnabteilung dazu kommt, werden wir das Ergebnis noch einmal steigern können", blickt Wirtz optimistisch voraus.

Die Abnahme des Sportabzeichens ist auch ein die Generationen übergreifendes Thema: "Die Altersspanne reicht von sieben und acht Jahren bei Kindern wie Runny, Rudy und Hannah bis zu 76 und 77 Jahren, nämlich Klaus Sick und Adolf Kretschmar", so Wirtz. 21 Freizeitsportler hätten das Sportabzeichen schon mehr als zehnmal erworben: "An der Spitze stehen Ortwin Krebs mit 42 Wiederholungen und Herbert Kirch mit 29 Wiederholungen."

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