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HSV Püttlingen kassiert 25:32-Niederlage: Einige sind so verzweifelt, dass sie vom Spielfeld müssen

HSV Püttlingen kassiert 25:32-Niederlage : Einige sind so verzweifelt, dass sie vom Spielfeld müssen

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() Der Handball-Oberligist HSV Püttlingen hat sich vor dem Spiel beim SV 64 Zweibrücken viel vorgenommen. Die Zweibrückerinnen hatten ihre ersten drei Saisonspiele zwar gewonnen. „Aber sie haben noch nicht gegen die großen Kaliber gespielt. Wir können dort etwas mitnehmen“, hatte Trainer Hans-Werner Müller vor der Partie am Sonntag erklärt. Nach der 25:32 (12:18)-Niederlage in der Ignaz-Roth-Halle musste er feststellen: „Unsere Leistung war nicht oberligareif. Wir hätten deutlich höher verlieren können.“

Zu Beginn hatte Püttlingen das Spiel vor 120 Zuschauern ausgeglichen gestaltet. In der 13. Minute brachte Marion Müller ihre Mannschaft per Siebenmeter mit 6:5 in Führung. Zehn Minuten später hatte sich das Blatt beim Stand von 10:9 für Zweibrücken zwar gewendet. Aber bis dahin verlief die Partie auf Augenhöhe. Danach klappte bei den Gästen kaum noch etwas. Zweibrücken zog auf 16:10 davon. Zur Halbzeit führten die Gastgeberinnen mit 18:12.

„Hinten haben wir keinen Zugriff bekommen, vorne die Bälle massenweise verworfen. Wenn wir nur unsere freien Würfe reinmachen, führen wir nach 20 Minuten mindestens mit drei Toren“, haderte Trainer Müller. Er ergänzte: „Unsere Wurfziele waren immer die selben. Darauf konnte sich Zweibrückens Torhüterin schnell einstellen. Über den schnellen Gegenstoß haben wir dann immer wieder Tore kassiert. Dadurch kam bei uns Frust auf.“

In Halbzeit zwei verkürzte HSV-Spielerin Aline Kessler den Rückstand auf 13:18. Eine Aufholjagd folgte aber nicht. Im Gegenteil. Innerhalb von fünf Minuten kassierte der HSV sieben Gegentore. Nach 34 Minuten war die Partie beim Stand von 14:24 entschieden. Zweibrücken zog bis zur 47. Minute auf 13 Tore davon (29:16). Püttlingens Marion Müller verhinderte mit neun Treffern ein Debakel. „Marion und Florence Ulrich haben ordentlich gespielt. Aber andere waren kaum anwesend“, sagte Hans-Werner Müller, der in der Schlussphase die Reißleine zog: „Einige Spielerinnen waren so verzweifelt, dass ich sie vom Feld nehmen musste. Unsere zweite Garnitur hat sich dann noch gut verkauft.“

In der Tat: Die Abwehr um Torhüterin Britta Stemmler stand in den letzten 15 Minuten besser und hielt die Niederlage in Grenzen. Für eine Aufholjagd kam die Leistungssteigerung freilich zu spät - Zweibrücken gewann mit 32:25. „Ich verliere lieber ein Mal richtig hoch als fünf Mal mit einem Tor. Solche Spiele passieren, da bringt es überhaupt nichts draufzuhauen“, sagte Trainer Müller. Er forderte: „Wir haben jetzt zwei Heimspiele. Da müssen wir den Schalter schnell wieder umlegen.“ Der Tabellensechste erwartet am Samstag um 19 Uhr den Tabellenzwölften SG Bretzenheim II in der Trimmtreff-Halle. Am 8. Oktober um 18 Uhr ist der Tabellenachte FSG Arzheim/Moselweiß zu Gast.