Eine Dachrinne machte Ärger

Heusweiler/Wahlschied. Mitte Dezember waren die Mitglieder einiger Wahlschieder und Holzer Vereine in großer Sorge, weil Wasser in die Sport- und Kulturhalle eingedrungen war und es unmöglich gemacht hatte, dort zu trainieren oder Veranstaltungen auszurichten. Weihnachtsfeiern mussten verlegt, Übungsabende abgesagt werden (die Saarbrücker Zeitung berichtete)

Heusweiler/Wahlschied. Mitte Dezember waren die Mitglieder einiger Wahlschieder und Holzer Vereine in großer Sorge, weil Wasser in die Sport- und Kulturhalle eingedrungen war und es unmöglich gemacht hatte, dort zu trainieren oder Veranstaltungen auszurichten. Weihnachtsfeiern mussten verlegt, Übungsabende abgesagt werden (die Saarbrücker Zeitung berichtete).Auf Nachfrage unserer Zeitung hatte Hans Trouvain, der Pressesprecher der Gemeinde Heusweiler, unter anderem erklärt, der Wassereintritt in die Halle sei erfolgt, weil der starke Wind die vor die Fassade gehängten Planen weggeweht habe und Regen in die Halle eingedrungen sei. Ob Schäden am Sporthallenboden entstanden sind, konnte der Pressesprecher damals nicht sagen. Auch über die Schadenshöhe oder die Frage von Regressansprüchen waren noch keine Aussagen möglich. Nach Fertigstellung der Fassade - voraussichtlich Mitte bis Ende Januar 2012 - könne die Halle aber wieder genutzt werden, hieß es vor drei Wochen aus dem Rathaus.

In der jüngsten Heusweiler Gemeinderatssitzung hat sich nun der Wahlschieder SPD-Vorsitzende Rainer Müller in der Bürgerfragestunde zu Wort gemeldet und wollte von der Verwaltung wissen, ob es in Wahlschied "Pfusch am Bau oder Fehler in der Planung" gegeben habe. Zudem stellte er die Frage: "Wie sieht es mit der Regresspflicht aus? Oder tragen die Bürger die Mehrkosten für die Beseitigung der Schäden?"

Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) antwortete: "Pfusch am Bau gab es nicht. Aber es gibt Verzögerungen, die nicht abzusehen waren." Laut Redelberger ist festgestellt worden, dass die Dachrinne defekt war. "Und zwar was die Tragfähigkeit angeht, nicht was die Dichtigkeit angeht", sagte Redelberger. Die Verwaltung sei bemüht, den Kostenrahmen so klein wie möglich zu halten und die Halle so schnell wie möglich fertig zu stellen, so der Bürgermeister. "Aber Dinge, die man nicht selbst in der Hand hat, kann man nicht beschleunigen", fügte Redelberger hinzu. Hans-Günther Flätgen, der Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft der Gemeindeverwaltung Heusweiler, ergänzte: "Ein Architekturbüro prüft derzeit, ob jemand regresspflichtig ist. Es wird also geprüft, welche Kosten von wem zu tragen sind."