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Ein Zunftbaum für die Ritterstraße

Ein Zunftbaum für die Ritterstraße

Rekord: So viele Zuschauer kamen noch nie zum Aufstellen des Maibaums vor der Ritterstraßer Bonifatiuskirche.

Unter dem Motto "Mit viel Tradition und guter Laune in den Mai" wurde am Dienstagabend bei typischem Aprilwetter der Frühling mit einem Frühlingsfest vor der Bonifatiuskirche auf der Ritterstraße willkommen geheißen.

Seit mehreren Hundert Jahren gibt es Zunftbäume in Deutschland, Maibäume spätestens seit dem 13. Jahrhundert, die Ritterstraße hat bereits zum 19. Mal in Folge einen - auf der Ritterstraße heißt er allerdings "Vereins- und Zunftbaum".

Das Fest um den 11,40 Meter hohen Vereinsbaum wurde unter Mithilfe des Männergesangsverein Ritterstraße, Männerchor Fidelio, der Freiwilligen Feuerwehr, der Volksbank Westliche Saar Plus sowie dem Katholischen Kindergarten Bonifatius und der Grundschule Viktoria Ritterstraße organisiert.

Das Wetter nahm der 1. Beigeordneten der Stadt Püttlingen, Christian Müller, bei der Eröffnung mit Humor: "Es scheint keine Sonne, aber wenigstens haben wir auch keinen Schneesturm wie im vergangenen Jahr."

Zum Programm gehörten Frühlingslieder und, im Vorgriff auf die Hexennnacht, ein "Hexentanz" der Kinder. Und als die Jungen und Mädchen der ersten Klasse "Singt ein Vogel" sangen, da zwitscherten in den umliegenden Bäumen auch die Vögel dazu.

Die zahlreichen engagierten Helfer hatten alles im Griff, so dass unter den knapp 300 Besuchern auch manch lobendes Wort für die gelungene Veranstaltung die Runde machte.

Nachdem die Feuerwehr mit Hilfe des Drehleiterwagens den buntgeschmückten Kranz am Zunftbaum befestigt hatte, ließ man nach dem offiziellen Teil den Abend mit einem kleinen Umtrunk im Pfarrgarten gemütlich ausklingen.

 Mit Hilfe der Feuerwehr wurde der Zunftbaum vor der Bonifatiuskirche aufgestellt.
Mit Hilfe der Feuerwehr wurde der Zunftbaum vor der Bonifatiuskirche aufgestellt.

Roland Herget von der Volksbank freute sich: "Das ist heute die beste Resonanz, seit wir das Frühlingsfest veranstalten. So viele Gäste waren noch nie da." Er würdigte die Arbeit der Helfer und ergänzte: "Da sieht man was möglich ist, wenn alle zusammen an einem Strang ziehen."