Ein Stück gelebtes Europa

Im August war Püttlingen Gastgeber einer internationalen Jugendbegegnung. Die rund 70 Teilnehmer waren aus Italien, Frankreich, Polen, Tschechien, Ungarn und aus Senftenberg in Brandenburg angereist. Aus Orten, die mit Püttlingen ein europäisches Städtebündnis bilden.

Rund 70 Jugendliche aus Saint-Michel-sur-Orge in Frankreich , Fresagrandinaria in Italien , Nova Sól in Polen , Veszprém in Ungarn, Zamberk in Tschechien sowie aus dem brandenburgischen Senftenberg waren in den Sommerfeien zu Gast in Püttlingen . Sie kamen im Rahmen der an wechselnden Orten jährlich ausgerichteten Jugendbegegnung für zehn Tage in die Köllertalstadt.

Ausflug nach Schengen

Was die Jugendlichen und ihre Betreuer erlebten und welches Fazit das Orga-Team der Mammutveranstaltung zieht, wollte der Kulturausschuss der Stadt Püttlingen in seiner jüngsten Sitzung wissen.

Marianne Lück als langjährige Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, Beate und Harald Schuler als erfahrene Betreuer früherer Austauschtreffs und Stefan Waltner von der Stadtverwaltung ließen die Entstehung und die Umsetzung des Projektes (auch reich bebildert) Revue passieren und zogen als Leiter des Orga-Teams eine positive Bilanz.

"Wir haben über ein Jahr zusammen mit Jugendlichen, die selbst an dem Jugendaustausch teilgenommen haben, das Treffen vorbereitet", sagte Marianne Lück. Als Thema der Jugendbegegnung wurde "Leben und Arbeiten in Europa" festgelegt. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden Programmpunkte, Workshops und allerlei Freizeitaktivitäten festgelegt. Nachdem die Finanzierung über EU-Gelder und Stadtratsmittel gesichert war und eine Vielzahl örtlicher Vereine ihre Unterstützung zugesagt hatten, konnten die Jugendlichen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen.

Neben Tagesausflügen nach Schengen, an die Saarschleife, in die Landeshauptstadt mit Abstecher in die Staatskanzlei, ins Weltkulturerbe Völklinger Hütte, zum Saarländischen Rundfunk und zum EU-Parlament nach Straßburg sorgten Metall- und Holzworkshops, Stadtrallye, Spielenachmittage und Disco-Abende für Abwechslung. Gut angenommen wurde auch ein Diskussionsabend mit Bürgermeister Martin Speicher und EU-Parlamentarier Jo Leinen über die Zukunft Europas. Fazit: Die diesjährige Jugendbegegnung hat Europa erlebbar gemacht, Freundschaften wachsen lassen und nicht nur Jugendliche mit dem europäischen Gedanken bewegen können.

Bleibende Erinnerung

"Als bleibende Erinnerung an diese Begegnung wurden in den Workshops Metall und Holz für jede Grundschule in der Stadt eine Sinnesbank mit den Namen der Partnerstädte und ein Wegweiser zu den Städten hergestellt, so dass unser gelebtes Europa schon für die Grundschüler der Stadt begreifbar und zum Erlebnis wird", sagte Marianne Lück.

Auch der Kulturausschuss schloss sich Marianne Lücks Bewertung an: "Die Jugendbegegnung war ein Projekt von effektiver Nachhaltigkeit und eine zukunftsorientierte Umsetzung des europäischen Gedankens für die Kinder unserer Stadt, die kommenden europäischen Generationen."