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Handball-Oberligist gewinnt in Osthofen
Ein seltenes Lob von Püttlingens Trainer Müller

Püttlingen. Erfolg bei der besten Abwehr der Liga: Handball-Oberligist HSG gewinnt bei der TG Osthofen überraschend deutlich mit 28:23. Von Mirko Reuther

Der HSV Püttlingen hat sein Spiel in der Handball-Oberliga am Sonntag bei der TG Osthofen mit 28:23 (14:10) gewonnen. Dass der Erfolg so deutlich ausfiel, war überraschend. Die TG Osthofen stellt die stärkste Abwehr der Liga und hatte vor dem Duell mit Püttlingen nie mehr als 26 Gegentore kassiert. Außerdem musste der HSV in der Wonnegauhalle auf Spielführerin Marion Müller und Kreisläuferin Lea Helle verzichten (beide erkrankt).


„Ich lobe die Mannschaft ja nicht so oft. Aber heute hat sie das hervorragend gemacht. Wir hatten nur zwei Spielerinnen auf der Auswechselbank und haben eine knifflige Aufgabe gegen einen körperlich sehr starken Gegner trotzdem souverän gelöst“, sagte HSV-Trainer Hans-Werner Müller. Seine Mannschaft ging nach ausgeglichener Anfangsphase in der 13. Minute mit 7:6 in Führung und lag danach bis zur Schluss-Sirene immer vorne. Einziges Manko: Gegen Ende der ersten Halbzeit führte Püttlingen mit fünf Toren (12:7), ließ die Gastgeberinnen aber wieder ins Spiel kommen. Kurz nach der Pause verkürzte Osthofen auf 12:14. „In der Phase haben wir einige freie Würfe nicht im Tor untergebracht“, monierte Müller. Püttlingen fand aber schnell in die Erfolgsspur zurück. Vor allem Renata Szabo und Florence Ulrich waren nicht zu halten. Sie erzielten 20 der 28 HSV-Tore. Alleine Szabo trug sich 13-mal in die Torschützenliste ein. „Renata ist in der Oberliga eine richtige Hausnummer“, sagte Müller, der ein Sonderlob an Nathalie Wagner verteilte: „Wir haben sie wegen des Ausfalls von Lea Helle das erste Mal am Kreis eingesetzt. Sie hat das stark gemacht.“

Szabo brachte Püttlingen eine Viertelstunde vor Schluss mit fünf Toren in Führung (22:17). Wagner baute den Vorsprung in der 55. Minute auf 26:19 aus. Nach einem Treffer von Ulrich lag der HSV mit acht Toren vorne (27:19). „Unsere aggressive Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg. Aber auch im Angriff haben wir nichts anbrennen lassen. 28 Tore werden in Osthofen nicht viele Mannschaften erzielen“, lobte Müller. Seine Mannschaft ist Tabellenvierter und am kommenden Wochenende spielfrei.