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Leo Krämer an der Orgel
Ein Meister an der Orgel

Professor Leo Krämer, gebürtiger Püttlinger, testet die überarbeitete Orgel in der Pfarrkirche St. Sebastian („Köllertaler Dom“), wo er am Sonntag auf Einladung des Förderekreises Kirchenmusik St. Sebastian ein Konzert gibt.
Professor Leo Krämer, gebürtiger Püttlinger, testet die überarbeitete Orgel in der Pfarrkirche St. Sebastian („Köllertaler Dom“), wo er am Sonntag auf Einladung des Förderekreises Kirchenmusik St. Sebastian ein Konzert gibt. FOTO: Walter Faas
Püttlingen. 50 Jahre Stadt Püttlingen: Besonderes Konzert mit Professor Leo Krämer am kommenden Sonntag im Köllertaler Dom. Von Walter Faas

Sinfonische Dichtkunst auf hohem Niveau verspricht ein Orgelkonzert im Köllertaler Dom am kommenden Sonntag. Ausführender ist Professor Leo Krämer. Das Konzert gehört auch in die Reihe der Jubiläums-Veranstaltungen zur Stadtwerdung Püttlingens vor 50 Jahren.


Man muss normalerweise schon weit reisen und auch mehr zahlen, um ein Konzert dieser Art zu hören. Professor Leo Krämer, ein gebürtiger Püttlinger vom Jahrgang 1944, ist ein gefragter Interpret. Bis 2009 war Krämer Domkapellmeister und Domorganist in Speyer. Jetzt, im „Unruhestand“, ist der Mann viel unterwegs. „Ich habe ihn in St. Petersburg und Kasan am Telefon erwischt“, sagt Peter Müller vom „Freundeskreis Kirchenmusik in St. Sebastian Püttlingen“ schmunzelnd.

Der Vorstand des Freundeskreises wollte Krämer als nächsten Interpreten ihrer Kirchenmusikreihe. Müller hat sich gekümmert und bekam auch eine Zusage des Rentners mit dem prallen Terminkalender.



Vor wenigen Tagen trafen wir Krämer an der Orgelbank im Köllertaler Dom, beim Austesten des erst vor wenigen Monaten renovierten Instrumentes. „Die neue Setzeranlage hat der Orgel gut getan. Sie hilft beim blitzschnellen Umregistrieren, erleichtert damit das Spiel und bereichert die Kontrastwirkung sehr, – ein Gewinn für das musikalische Leben in Püttlingen“, sagt Krämer.

Was werden wir am kommenden Sonntag hören? „Ein etwas ausgefallenes Programm, nämlich sinfonische Dichtung“, kündigt Leo Krämer an. Damit sind normalerweise Kompositionen für Orchester gemeint, die sich auch an das musikalische Vertonen natürlicher Gegebenheiten oder Emotionen wagen, wie etwa Nacht, Meer, Sturm, Gefahr oder ähnliches. In unserem Fall wurden die Kompositionen für Orgel-Soli bearbeitet. Gespielt werden Choräle von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und seinem französischen „Bruder im Geiste“ César Franck. Des Weiteren spielt Krämer Interpretationen aus der von ihm selbst komponierten und erst voriges Jahr uraufgeführten Marienkapelle-Kantate.

Das Konzert am Sonntag, 6. Mai, in der Pfarrkirche St. Sebastian Püttlingen beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro.