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Ein Begegnungszentrum für Püttlingen

Ein Begegnungszentrum für Püttlingen

Sprachkurse, Spielnachmittage für Kinder, Koch- und Handarbeitskurse, Beete im eigenen Garten – das und mehr will der Püttlinger Freundeskreis für Integration und Migration im derzeit entstehenden Begegnungszentrum verwirklichen.

Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen im Köllertal läuft bisher recht unproblematisch. Das ist dem Engagement vieler Köllertaler zu verdanken. Einen weiteren Baustein der Integration und des "Kümmerns" gibt es nun in Püttlingen : Die Stadt hat das Haus Völklinger Straße Nr. 4 angemietet, der Püttlinger Freundeskreis für Integration und Migration ist dabei, dort in Eigenarbeit ein Begegnungszentrum einzurichten.

Der Freundeskreis hat inzwischen über 100 Mitglieder. Gegründet wurde der Verein erst voriges Jahr, als nach und nach etwa 300 Flüchtlinge, zumeist aus Syrien und Afghanistan, in der Stadt eingetroffen waren.

Das neue Begegnungszentrum soll so gestaltet werden, dass dort vielfältige Aktionen möglich sind. Die neue Vereinsvorsitzende Angelika Feld schildert: "Wir sind dabei, eine Küche einzurichten, einen orientalisch gestalteten Versammlungsraum und ein Spielzimmer für Kinder. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule soll auch ein Lerncafé entstehen, wo auch Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe angeboten werden."

Ein umfangreiches Veranstaltungsangebot - wie Spielnachmittage für Kinder, Koch- und Handarbeitskurse, Tanzabende für Jugendliche und Erwachsene - soll das Knüpfen sozialer Kontakte fördern. Informationsabende und permanente Beratungsangebote gehören, wenn alles nach Plan läuft, ebenfalls zur Angebotspalette des neuen Treffs. Wann die Umbau-Arbeiten abgeschlossen sind, ist noch offen - möglicherweise gelingt es noch innerhalb der Sommerferien.

Schließlich soll auch der verwilderte Terrassengarten hinter dem Haus reaktiviert und als interkultureller Garten neu konzipiert werden. Dort könnten dann zum Beispiel einzelne Gruppen eigene Themenbeete anlegen.

Der Püttlinger Freundeskreis für Integration und Migration hatte kürzlich seine erste Mitgliederversammlung, in der auch ein neuer Vorstand gewählt wurde. Aktiv war der Verein aber schon vorher, und das nicht nur für Flüchtlinge: Erstes Projekt war das Einrichten einer Kleiderkammer in der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Püttlinger Kläranlage. Dort kann man seit Februar dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr Kleider und Schuhe für Kinder, Frauen und Männer, aber auch Bettwäsche, Wolldecken und Spielsachen abgeben. Der Verein bietet bedürftigen Bürgern an - nicht nur Flüchtlingen -, sich für geringe Beiträge mit diesen Dingen des alltäglichen Bedarfs zu versorgen.

Zudem hatte die Beteiligung des Freundeskreises bei verschiedenen Festen oder auch beim Püttlinger Weihnachtsdorf den Verein bereits bei vielen Püttlingern bekannt gemacht.

Wer an einer Mitgliedschaft im Verein interessiert ist, erhält Infos bei Angelika Feld, Telefon (01 77) 1 48 01 27.