Egon langte ordentlich hin

Nicht unerhebliche materielle Schäden hinterließ das Sturmtief Egon in der Nacht zu Freitag. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allein in Sulzbach rückten die Wehrleute 18 Mal aus. In Dudweiler konnten sie einen Hausbrand verhindern.

Alle Fensterläden runter und warten, bis der Spuk vorbei ist: Sturmtief Egon hielt die Bürger im Regionalverband in der Nacht zum Freitag in Atem. Vor allem die Feuerwehren leisteten teils Schwerstarbeit. Sie waren vom Deutschen Wetterdienst frühzeitig gewarnt und deshalb gut vorbereitet, so dass sie keine Überraschung erwartete.

Wie Stefan König, Abteilungsleiter Einsatz der Berufsfeuerwehr (BF) Saarbrücken berichtet, gab es genau 100 Einsätze, 49 im Bereich der Landeshauptstadt Saarbrücken, 51 im übrigen Regionalverband , wobei es in den Gemeinden Riegelsberg, Heusweiler und Quierschied sowie in den Städten Sulzbach und Friedrichsthal zu den meisten Einsätze gekommen ist.

Gegen 1.45 Uhr spitzte sich laut BF die Lage zu, Einsatzkräfte gingen in den Gerätehäusern in Bereitschaft. Aufgrund der Einsatzschwerpunkte im westlichen/nördlichen Bereich des Regionalverbandes wurden mehrere technische Einsatzleitungen in einigen der Gerätehäuser eingerichtet.

Bis Freitagmorgen mussten umgestürzte Bäume beseitigt werden sowie auch herabgefallende Äste, die Einsatzkräfte kümmerten sich um defekte Stromleitungen sowie auch um instabil gewordene Gerüste und abgedeckte Dächer, die Sturmtief Egon auf dem Gewissen hat.

Nach Angaben von BF-Abteilungsleiter König konnten die Wehrleute in der Saarbrücker Straße in Dudweiler einen Hausbrand verhindern. Dort war eine Plane in eine am Hausdach befestigte Oberleitung geflogen und hängengeblieben, was mächtigen Funkenflug zur Folge hatte. Die Stadtwerke mussten den Strom abstellen.

Im Einsatz sowie in Bereitschaft befanden sich in Saarbrücken rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, im gesamten Regionalverband waren es 200.

In Sulzbach ist am Morgen ein Auto auf einem Waldweg in der Nähe des ehemaligen Freibades von einem umstürzenden Baum getroffen worden, als der Fahrer gerade im Begriff war, zu seinem Wagen zu gehen. "Er war wenige Meter davon entfernt einzusteigen, als der Baum in die Fahrerseite krachte", erklärte Wehrführer Richard Plein.

18 Einsätze in Sulzbach

Allein die Feuerwehr Sulzbach hatte in der Nacht zum Freitag 18 Einsätze hintereinander, dabei handelte es sich fast ausschließlich um umgestürzte Bäume an Landstraßen. Menschen kamen im Regionalverband nicht zu Schaden.