| 20:31 Uhr

Saarlandpokal
Die Verlierer hadern mit dem Hartplatz

Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland (rechts) tröstet Basel Haj Mohammad nach dem Aus des Favoriten beim Verbandsligisten.    
Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland (rechts) tröstet Basel Haj Mohammad nach dem Aus des Favoriten beim Verbandsligisten.    FOTO: Bonenberger/ / B&K
Köllerbach . Köllerbach unterliegt im Viertelfinale des Saarlandpokals Noswendel Wadern mit 0:1. Von Philipp Semmler

„So sehen Sieger aus“ – das sangen die Spieler des FC Noswendel Wadern am Mittwochabend auf dem Hartplatz des SV Hasborn. Dort war der Fußball-Verbandsligist durch einen 1:0-Sieg im Wiederholungsspiel gegen Saarlandligist Sportfreunde Köllerbach erstmals in seiner Vereinsgeschichte ins Halbfinale des Saarlandpokals eingezogen. Philipp Weber hatte in der 85. Minute das Siegtor erzielt.


Während die Spieler des FC Noswendel Wadern feierten, war die Enttäuschung bei den Köllerbachern groß. Basel Haj Mohammad lag mit vor dem Gesicht verschränkten Armen auf dem Platz – und musste von Spielertrainer Robin Vogtland getröstet werden. In die Enttäuschung mischte sich Ärger. Wütend machte die Sportfreunde, dass die Partie am Nachmittag nach starken Regenfällen vom Rasenplatz im Hasborner Waldstadion auf den Hartplatz verlegt wurde. „Ich bin sauer über diese Ansetzung. Dass wir drei Stunden vor dem Anpfiff gesagt bekommen, dass wir auf dem Hartplatz spielen, ist eine Sauerei. So konnten wir uns nicht darauf einstellen“, sagte Vogtland: „Es gibt 100 Kunstrasenplätze im Saarland – und dann muss so ein Spiel unter solchen Bedingungen stattfinden.“

Adalbert Strauß, Spielleiter des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV), erklärte: „Der SV Hasborn hat uns am Nachmittag mitgeteilt, dass der Rasen unbespielbar ist. Ich habe daraufhin kurzfristig versucht, die Partie auf einen Kunstrasen zu verlegen. Aber das war nicht möglich.“ Dass das Viertelfinal-Spiel in Hasborn ausgetragen wurde, darauf hatten sich beide Clubs im Vorfeld geeinigt. Der Grund: Nachdem das erste Aufeinandertreffen beim Stand von 2:2 wegen eines Tritts eines FC-Funktionärs gegen den nicht am Spiel beteiligten Vogtland abgebrochen wurde (wir berichteten), sollte das vom SFV angesetzte Wiederholungsspiel nicht mehr auf dem Hartplatz in Wadern stattfinden.

Da auf dem Rasen in Wadern  kein Flutlicht ist, einigte man sich auf den neutralen Spielort. Allerdings gingen beide Clubs davon aus, dass auf Rasen gespielt werden kann. Vogtland sah im Hartplatz einen Vorteil für den FC Noswendel Wadern: „Die können halt darauf spielen, weil sie es gewohnt sind. Wir sind es dagegen nicht.“ FC-Trainer Thorsten Schütte erklärte : „Wir haben so eine Mentalität gezeigt, wir hätten auch auf Rasen gewonnen. Dass alle sagen, wir hätten auf den Hartplatz gewollt, ist Quatsch. Wir hätten viel lieber auf Rasen gespielt.“

Zum Spiel: Fast 400 Zuschauer sahen eine kampfbetonte Partie, die auf dem Spielfeld und den Rängen fair blieb. Aufreger vor dem Tor blieben Mangelware. Die erste klare Chance hatte Köllerbachs Robin Blaser kurz vor der Pause. Er scheiterte an Kilian Biesel. Der FC-Torwart konnte sich auch in der 73. Minute auszeichnen, als er einen Kopfball von Jerry Laloe aus dem Eck fischte. Zwölf Minuten danach nutzte Noswendel Wadern seine erste Chance zum Siegtreffer. Der Verbandsligist empfängt am Mittwoch, 17.30 Uhr, im Halbfinale Regionalligist SV Elversberg auf dem Rasen in Wadern.



Der Tabellenachte Köllerbach spielt am Sonntag um 15 Uhr in der Saarlandliga bei Schlusslicht FSG Bous.