Die letzte Saison ist vorbei

Die letzte Saison der 2. Ringer-Bundesliga war für den KV Riegelsberg eine gute. Auf Platz vier landete der KV und war damit bester Saarverein – vor dem KSV Köllerbach II und vor dem AC Heusweiler.

Die vorläufig letzte Saison der 2. Ringer-Bundesliga verlief für den KV Riegelsberg und den KSV Köllerbach nach Wunsch. Lediglich Trainer Cacan Cakmak vom AC Heusweiler hat sich eine bessere Platzierung erhofft. Die Bilanz der drei Köllertaler Vereine in der 2. Bundesliga sieht so aus: Der KV Riegelsberg hat mit 17:19 Punkten und dem vierten Tabellenplatz die Saison als bester Saarverein abgeschlossen. Der AC Heusweiler landete nach dem enttäuschenden letzten Platz in der vergangenen Saison diesmal mit 15:21 Zählern auf dem siebten Rang - punktgleich mit dem KSV Köllerbach II. Der KSV kam allerdings wegen der schlechteren Bilanz im direkten Vergleich nur auf Platz acht.

Die Überraschungsmannschaft

Die Riegelsberger Mannschaft um die Trainer Gerhard Thiel und Edgar Paulus steht einen Punkt vor dem ASV Hüttigweiler und dem stark eingeschätzten SRC Viernheim. Dabei hatte Thiel vor der Saison lediglich den Nichtabstieg als Ziel genannt. Er wollte damit keineswegs tiefstapeln - sondern mit Blick auf die Abgänge der Leistungsträger Nico Zarcone und Ruhullah Gürler der Realität ins Auge sehen. Der Verein konnte jedoch die Abgänge und zum Schluss auch die erneute Verletzung von Sezer Karmadja gut verkraften. Laut Paulus gelang es problemlos, die Nachwuchsringer Noah Monz und Hendrik Schmitt in die erste Mannschaft zu integrieren. Die besten Leistungen sah er beim 16:11-Erfolg in Heusweiler und beim 17:11 in Viernheim. Zur neuen Liga-Struktur, zum Wegfall der 2. Liga, und dazu, dass seine Mannschaft nun Erstligist wider Willen ist (wir berichteten), meint Paulus: "Wir sehen pessimistisch in die Zukunft. Ich frage mich, wer Kämpfe gegen starke ehemalige Erstbundesligisten sehen will."

Heusweilers Trainer Cacan Cakmak ist mit der Platzierung zufrieden, ist aber im Nachhinein der Meinung, dass nicht alle Ringer jedes Mal ihr komplettes Leistungsvermögen abrufen konnten. Hätten sie das, hätte der SC "zwei Plätze besser stehen können", wie Cakmak erklärt. Am meisten Freude haben ihm der 21:11-Erfolg beim RC Merken und das 19:6 im letzten Kampf in Riegelsberg bereitet. Auch der AC hat trotz Ablehnung der neuen Liga-Struktur seine Mannschaft für die zukünftige eingleisige Bundesliga gemeldet.

Köllerbacher Rechtfertigung

Bernd Klein, Betreuer der Köllerbacher Zweiten, ist mit dem achten Platz zufrieden: "Wir dürfen nicht klagen, da wir die Ausfälle von Benedikt Haas und Daniel Decker verkraften mussten." Dabei habe sich gezeigt, dass Georgi Sredkov und Alberts Jurcenko "mehr als nur Ersatzringer waren", wie Klein erklärt. Beim Rückblick auf die Saison ärgern ihn vor allem die Vorwürfe, "wir hätten öfters Athleten aus der ersten Mannschaft eingesetzt. In Wirklichkeit standen Gennadij Cudinovic und Andrij Shyyka nur jeweils ein Mal in der zweiten Mannschaft", versucht Klein, die Vorwürfe zu entkräften.

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