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Sportfreunde ziehen ins Achtelfinale ein: Die Köllerbacher tanken im Pokal Selbstvertrauen

Sportfreunde ziehen ins Achtelfinale ein : Die Köllerbacher tanken im Pokal Selbstvertrauen

Fußball-Saarlandligist steht nach 3:0-Sieg bei Bezirksligist St. Wendel im Achtelfinale. In der Liga ist Ottweiler/Steinbach zu Gast.

Die SF Köllerbach haben ihre Pflichtaufgabe im Fußball-Saarlandpokal erfüllt. Beim Bezirksligisten SG St. Wendel gewann der Saarlandligist am vergangenen Mittwochabend mit 3:0 (2:0) und zog ins Achtelfinale ein. Für Köllerbach ging es im Pokal auch darum, die 0:6-Klatsche am vergangenen Liga-Spieltag beim SV Auersmacher aus den Kleidern zu schütteln. „Das war ein schwarzer Tag für uns. Wir wollten im Pokal Selbstvertrauen tanken. Wir waren konzentriert und haben die Geduld bewahrt. Das haben wir in der Liga zuletzt nicht hinbekommen“, sagte SF-Verteidiger Hussein Ali.

Vor knapp 150 Zuschauern tat sich Köllerbach in St. Wendel gegen den Bezirksligisten in der Anfangsphase schwer. Erst nach 18 Minuten hatte Mittelfeldspieler Samir Louadj die erste Möglichkeit der Partie. Er scheiterte aus zehn Metern an Torhüter Jonas Federkeil. Zwei Minuten später gingen die Gäste in Führung. Spielertrainer Robin Vogtland setzte sich auf der rechten Seite durch und passte den Ball flach vor das Tor. Stürmer Valentin Solovej traf zum 1:0. Mit der Führung im Rücken wurde Köllerbach stärker. Solovej hätte sie ausbauen können, scheiterte aber zweimal an Federkeil (23./26. Minute).

Der Saarlandligist schien die Partie zu kontrollieren, brachte sich im Anschluss aber mehrmals mit Fehlpässen in die Bredouille. „Wir mussten nach der Niederlage gegen Auersmacher etwas ändern und haben einige Umstellungen im System vorgenommen. Das hat streckenweise gut funktioniert. Es gab aber auch noch Missverständnisse“, erklärte Vogtland. Seine Mannschaft erhöhte in der 45. Minute auf 2:0. Nach einem Freistoß von Gianni Gotthardt traf erneut Solovej am kurzen Pfosten mit einem Kopfball.

In Halbzeit zwei sorgte Köllerbach schnell für die Entscheidung. Ali spielte einen Pass aus dem Mittelfeld, Louadj nahm den Ball mit der Brust an und überwand Federkeil aus 15 Metern mit einem Heber (50.). Im Anschluss tat Köllerbach nicht mehr als nötig. Nachdem der St. Wendeler Mathis Zeyer nach einem Foul an Gotthardt mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt worden war (78.), spielten die Gäste in Überzahl. Am Endergebnis änderte sich aber nichts mehr.

„Unsere Leistung war in Ordnung. Gegen einen klassentieferen Verein geht es vor allem darum, nicht die Nerven zu verlieren, wenn nicht gleich das 1:0 fällt“, sagte Ali. Als Gegner für das Achtelfinale hatte er auf seinen ehemaligen Verein FV Diefflen gehofft. Der Oberligist schied allerdings überraschend beim Verbandsligisten SV Merchweiler aus (0:1). „Auch Borussia Neunkirchen ist beim 1. FC Riegelsberg rausgeflogen. Das zeigt, dass ein Weiterkommen nicht selbstverständlich ist, nur weil der Gegner tiefer spielt. Wir sind froh, dass wir unsere Pflicht erfüllt haben. Gegen Ottweiler/Steinbach wollen wir am Samstag nochmal eine Schippe drauflegen“, sagte Ali.

An diesem Samstag steht um 15.30 Uhr das Liga-Heimspiel gegen den Tabellenachten FSG Ottweiler/Steinbach an. Köllerbach stürzte nach vier Punktspielen ohne Sieg auf Tabellenplatz zwölf. „Wir lassen uns von der Tabelle nicht verrückt machen. Unsere Mannschaft ist jung. Da ist eine Schwächephase normal. Jetzt müssen aber auch wieder die Ergebnisse her. Ich bin mir sicher, dass die Jungs mit Mut, Kampf und Entschlossenheit alles für den Sieg tun werden“, sagte Vogtland, der sich für das Pokal-Achtelfinale den 1. FC Saarbrücken wünscht.