Die glückliche Schwester

Püttlingen. Schwester Teresa Zukic ist, eigenen Worten zufolge, "in Gott verliebt". Kommt daher die Kraft zu ihrem ungewöhnlichen Leben? Auf Einladung des Geistlichen Zentrums Püttlingen berichtete Schwester Zukic am Dienstagabend gut 70 Zuhörern in der Klosterkirche Heilig Kreuz von ihrem Lebenslauf und ihren persönlichen Zugängen für ein erfülltes Leben

Püttlingen. Schwester Teresa Zukic ist, eigenen Worten zufolge, "in Gott verliebt". Kommt daher die Kraft zu ihrem ungewöhnlichen Leben? Auf Einladung des Geistlichen Zentrums Püttlingen berichtete Schwester Zukic am Dienstagabend gut 70 Zuhörern in der Klosterkirche Heilig Kreuz von ihrem Lebenslauf und ihren persönlichen Zugängen für ein erfülltes Leben. 1964 in Kroatien geboren, 1971 nach Deutschland gekommen, brillierte Zukic zunächst im Sport, und zwar auf dem Schwebebalken, im Fünfkampf und beim Basketball. "Bis zu der Nacht, die mein Leben radikal veränderte", sagt die heutige Ordensfrau. Damals, 19-jährig, kann sie im Sportinternat vor einem wichtigen Basketballspiel nicht einschlafen. Sie greift sich ein Buch, das zufällig da liegt - die Bibel. Und sie liest, so sagt sie: "Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Und: "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte auch die linke hin." Sätze, die sie beeindrucken - mit Folgen. Teresa Zukic lässt sich taufen. Sie wird Ordensfrau bei den Vinzentinerinnen in Fulda. Erlernt den Beruf einer Altenpflegerin, studiert Religionspädagogik und arbeitet zunächst im Rotlichtmilieu der Stadt Hanau als Gemeindeassistentin. Vor zehn Jahren gründet sie die "Kleine Kommunität der Geschwister Herz Jesu in Pegnitz" im Erzbistum Bamberg. Ihren Bekanntheitsgrad verdankt sie TV-Auftritten bei Arabella Kiesbauer, "Schreinemakers Live" und in Pilawas Quiz, bei dem sie mit ihrem Gemeindepfarrer 100 000 Euro für Pegnitzer Projekte gewann. Schwester Teresa ist eine quirlige Frau und katholische Schwester, die heute Bücher und Kirchen-Musicals schreibt. Zudem ist sie ständig als Motivationstrainerin und Referentin unterwegs, wobei sie Stress aushalten muss, aber dennoch viel Ruhe ausstrahlt. Was sind nun ihre "Herzensschlüssel des Glaubens" für ein erfülltes Leben? "Gott liebt Dich. Er möchte keine Sklaven, er möchte Kinder. Nur wer sich selbst liebt, kann andere Menschen lieben", lauten einige ihrer persönlichen Antworten. Große Bedeutung misst Schwester Teresa in ihrer Lebensführung dem täglichen Gotteslob bei ("Fünf Minuten am Tag können viel bewirken"), zudem der Ausrichtung des Lebens nach den Vorgaben der Bibel und dem glücklichen Anlächeln anderer Menschen: "Ich will, dass man mir als Schwester ansieht, dass ich glücklich bin", betont Schwester Teresa. Und: "Unser Lächeln ist die beste Evangelisation, denn die Menschen hungern nach Zuwendung und Anerkennung." Der letzte Schritt auf dem Weg in ein erfülltes Leben sei die Vergebung: "Wenn wir denen vergeben, die uns verletzt haben, kommt unser Verhältnis zu Gott wieder ins Gleichgewicht", erklärt sie ihre Anschauung.www.erzbistum-bamberg.dewww.herzjesu-pegnitz.de