Die Gerste ist unter Dach und Fach

Obersalbach/Eiweiler. Mit dem Schnitt der Wintergerste hat im Köllertal die Getreideernte begonnen. Die als Futterfrucht verwendete Getreidesorte wird bei normalem Witterungsverlauf bereits Anfang Juli geschnitten. Diesmal aber hat sich die Ernte wegen des langen und kalten Winters um mindestens zehn bis 14 Tage verschoben

Obersalbach/Eiweiler. Mit dem Schnitt der Wintergerste hat im Köllertal die Getreideernte begonnen. Die als Futterfrucht verwendete Getreidesorte wird bei normalem Witterungsverlauf bereits Anfang Juli geschnitten. Diesmal aber hat sich die Ernte wegen des langen und kalten Winters um mindestens zehn bis 14 Tage verschoben. Nach Angaben von Landwirtschaftsmeister Christian Neu hat die Wintergerste weder durch die Kälte im Januar und Februar noch durch die Trockenheit im Juni und Juli Schaden genommen. "Da die Frucht im Mai genügend Wasser abbekommen hat, gab es keine Einbußen bei der Menge und auch keinen Qualitätsverlust. Ich hatte dieses Jahr Wintergerste auf einer Ackerfläche von 22 Hektar angebaut". Während der erste Getreideschnitt noch reibungslos verlief, musste Neu die Rapsernte allerdings wegen des Regens der letzten Tage unterbrechen. Er berichtet: "26 von 33 Hektar habe ich bereits abgeerntet, den Rest hole ich rein, sobald es wieder etwas trockener ist". Wenn der Bauer aus Obersalbach-Kurhof die letzte Ölfrucht geschnitten hat, bleibt ihm nur wenig Zeit zum Verschnaufen, weil er nämlich schon bald darauf mit der Weizenernte beginnen muss. Wintergerste wird überwiegend als Tierfutter verwendet (Futtergerste), sie bringt in der Regel höhere Erträge als die Sommergerste und hat auch einen deutlich höheren Eiweißgehalt. Der Mensch nützt für die eigene Ernährung überwiegend die Sommergerste - nämlich als Braugerste. Sie wird in der Mälzerei zu Malz verarbeitet. Es gibt aber auch Gersten-Mehl, und auch Graupen werden aus Gerste hergestellt.