Die Büffelherde wächst

Püttlingen · Büffelkuh Paula hat am Freitag einen Jungen zur Welt gebracht, Büffelkuh Fiona ein Mädchen. Weiterer Nachwuchs kündigt sich an. Emma, die dritte Büffeldame, ist anscheinend trächtig.

 Nachwuchs bei den Köllertaler Wasserbüffeln: Hier grast Kuh Paula mit ihrem männlichen Kälbchen, das erst ein paar Tage alt ist. Foto: Manuel Schmidt

Nachwuchs bei den Köllertaler Wasserbüffeln: Hier grast Kuh Paula mit ihrem männlichen Kälbchen, das erst ein paar Tage alt ist. Foto: Manuel Schmidt

Foto: Manuel Schmidt

Große Freude bei den Köllertaler Artenschützern und den Projektbetreuern der Stadt Püttlingen : zweifacher Büffelnachwuchs am vergangenen Freitag und alles ohne Komplikationen. Dabei hat die Büffelkuh Paula bereits zum zweiten Mal Nachwuchs, diesmal ein männliches Kälbchen, Büffelkuh Fionas erstes "Kind" ist ein Mädchen . Beide hatten sich in das noch dichte Gestrüpp des Beweidungsabschnittes zwischen altem Bahndamm und Köllerpfädchen zurückgezogen und dort den Nachwuchs problemlos zur Welt gebracht. Der Papa von allen Büffeljungen ist ein Bulle aus St. Nikolaus , wo seit Jahren eine Herde am Dorfrand ganze Arbeit leistet.

Die lebenden Rasenmäher sorgen dafür, dass sich das Gestrüpp nicht ausbreitet und sind ein Blickfang für die Wanderer entlang des Warndt-Wald-Premiumweges. Inzwischen laufen die Mütter im Köllertal mit ihrem etwa 40 Kilo schweren Nachwuchs bereits durchs sumpfige Gelände, zwar noch auf wackligen Beinen, aber die Quelle für die hochwertige Biestmilch haben die Jungen bereits gefunden. Büffelbetreuer Günter von dem Broch: "Dabei hat man gleich schon den Unterschied zwischen der erfahrenen Paula und der unerfahrenen Fiona gesehen. Paula hat sich gleich so hingestellt, dass der Nachwuchs den Euter finden musste, denn getrunken wird von hinten zwischen den Beinen hindurch. Bei Fiona dauerte es doch einige Stunden, bis das Kälbchen die Zapfsäule fand." Weiterer Nachwuchs kündigt sich an. Emma, die dritte Büffeldame, ist anscheinend trächtig. "Erst kurz vor der Geburt können wir feststellen, dass die Zitzen am kleinen Euter größer werden", sagt Projektleiter Werner Telke und geht davon aus, dass sich weiterer Nachwuchs einfindet. Mit Mathias Fösges legten die beiden Büffelbetreuer den Kälbchen Ohrmarken an, das dabei gewonnene Gewebe wurde bereits zum Amtstierarzt zur Untersuchung geschickt. Probleme mit dem männlichen Nachkommen erwarten sie erst nächstes Jahr: "Solange wird Büffelbulle Shreck seinen Sohn wohl in Ruhe lassen, langfristig müssen wir ihn aber wohl verkaufen."

Die beiden Büffelkühe können in den nächsten drei Wochen bereits wieder befruchtet werden, bei einer Tragzeit von elf Monaten (333 Tage) kann man davon ausgehen, dass sich nächstes Jahr wieder im Oktober Büffelnachwuchs einstellt. Eine Vergrößerung der Büffelherde ist dabei nach Auffassung der Experten unproblematisch, der dritte Beweidungsabschnitt zwischen Trimmtreff und Köllerbacher Sportplatz ist bereits in Vorbereitung und kann nach Einzäunung im nächsten Jahr beweidet werden. Für die beiden Jungtiere werden noch Paten gesucht, die bei der Namensfestlegung mitentscheiden können. Erwartet wird von ihnen ein finanzieller Beitrag zur Winterfütterung der Köllertaler Büffelherde.

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