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Deutlich mehr Unfälle in Heusweiler

Deutlich mehr Unfälle in Heusweiler

Die Unfallzahlen im Köllertal sind im Vorjahr stärker gestiegen als im allgemeinen Trend. Dennoch gibt es Anlass zu relativer Zufriedenheit, denn es waren weniger Schwerverletzte und Alkohol-Unfälle zu beklagen. Und nicht selten klärt die Polizei auch Fluchtunfälle auf.

 Ein Lastwagen kippte im Oktober 2015 bei einem Alleinunfall auf der Landstraße 299 bei Mangelhausen um. Foto: Andreas Engel
Ein Lastwagen kippte im Oktober 2015 bei einem Alleinunfall auf der Landstraße 299 bei Mangelhausen um. Foto: Andreas Engel Foto: Andreas Engel

Auch im Jahr 2015 hat es auf den Straßen des Köllertals einen Toten gegeben: Am 17. November gegen 6.30 Uhr wurde ein 58-jähriger Fußgänger beim Überqueren der B 268 in Eiweiler, in Höhe der Tankstelle, von einem Auto erfasst. Im Jahr zuvor war eine Fußgängerin in Püttlingen ums Leben gekommen.

Was im Unfall-Lagebild der Polizei für das Jahr 2015 allerdings im Guten auffällt, ist der signifikante Rückgang der Zahl der Schwerverletzten: Es waren nur noch 18 statt noch 29 im Jahr 2014. In Heusweiler waren es sieben statt zwölf, in Riegelsberg sechs statt sieben, in Püttlingen fünf statt zehn. Als "Schwerverletzter" gilt, wer mindestens eine Nacht im Krankenhaus aufgenommen wurde. Bei den Leichtverletzten ist das Bild uneinheitlich: In Heusweiler waren es 75 statt 73, in Riegelsberg 38 statt 50, in Püttlingen 57 statt 34, macht insgesamt 170 statt 157.

Was die Zahl der Unfälle insgesamt angeht, so fällt die Bilanz im Köllertal schlechter aus als im Land (hier ist die Zahl der Unfälle "nur" um 5,6 Prozent gestiegen) oder im Bund (mit einem Anstieg von 2,5 Prozent). In Heusweiler stieg die Zahl der aktenkundig gewordenen Unfälle um 17 Prozent auf 592, in Riegelsberg um fünf Prozent auf 314 und in Püttlingen um 10,3 Prozent auf 375.

Die unfallträchtigste Strecke im Köllertal war auch im Jahr 2015 die Autobahn, genauer gesagt die Autobahnen 1 und 8 zwischen Riegelsberg und Schwarzenholz: Hier krachte es insgesamt 148 mal (im Vorjahr 146 mal), wobei es auch an den unübersichtlichen Knotenpunkten zur B 268 in Heusweiler (am Mitfahrerparkplatz) zu einigen Kollisionen kam. Die Bilanz der Autobahnunfälle: Zwölf Leicht- und zwei Schwerverletzte .

Horst-Peter Schäfer, Leiter der Polizeiinspektion Köllertal , nannte bei der Präsentation der Bilanz als Hauptursache der Unfälle falsches Abbiegen und Wenden. Nicht angepasste Geschwindigkeit habe im Köllertal nur etwa vier bis fünf Prozent der Unfälle verursacht.

Ein Dauerärgernis sind nach wie vor die Fluchtunfälle nach Parkremplern oder mit abgefahrenen Spiegeln in engen Straßen. In Heusweiler gab es 132 (Vorjahr 113), in Püttlingen 100 (103), in Riegelsberg 80 (67). Immerhin gelingt der Polizei mit wachsenden Erfolgsraten die Aufklärung: In Heusweiler wurden 30 Unfallfluchten geklärt (Vorjahr 33), in Püttlingen 35 (Vorjahr: 30) und in Riegelsberg ebenfalls 35 (Vorjahr: 24).

Nach wie vor wurden die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschäden von jungen Autofahrern zwischen 18 und 35 Jahren verursacht. Und in zehn Fällen mit Personenschäden waren die Verursacher Lastwagenfahrer, in neun Fällen Motorradfahrer und in sieben Fällen Radfahrer.

Erfreulich war nach Worten von Schäfer die Entwicklung bei den Unfällen unter Alkoholeinwirkung. Denn sie gingen in allen drei Kommunen zurück, nämlich in Heusweiler von 14 auf neun, in Riegelsberg von neun auf sieben und in Püttlingen von neun auf vier. Schäfer fand es im Übrigen bemerkenswert, dass es in der Ortsdurchfahrt Heusweiler trotz der seit zwei Jahren bestehenden Wander-Dauerbaustelle zu keinen nennenswerten Unfällen gekommen war.